Aufruf: 1 Mio. Unterschriften für
EU-Petition gegen Kindesentziehung




http://1777.lapetition.be/


Sehr geehrte, liebe verlassene Eltern und Kinder,
Liebe Freundinnen und Freunde,
Sehr geehrte an Kindern und Familienpolitik Interessierte,
Geschätzte Leserinnen und Leser,

da viele von Ihnen und euch an meiner online-Umfrage zu Erfahrungen mit dem Jugendamt und/oder an auch meiner EU-Petition gegen Willkürentscheidungen im Jugendamt mit dem Ziel der Abschaffung und Neuordnung mit Einführung einer Fachaufsicht über das bisher fachaufsichtsfreie Jugendamt teilnahmen, gehe ich davon aus, dass meine folgende Nachricht, zu der obiger Link gehört, Sie/euch interessieren wird.
Dieser Link führt zu einer Fortsetzung unserer im Europaparlament schon jetzt mit über 200 angenommenen Petitionen laufenden EU-Petition. Diese Fortsetzung besteht aus einem Unterschriftensammelaktion, die von einer Mutter und einem Vater aus Belgien organisiert wird, um mit möglichst einer Million Unterschriften vor dem EU-Parlament in Straßburg auf das durch behördliche Kindesentziehungen verursachte Leid von Kindern und Eltern hinzuweisen und das Recht aller Kinder auf ihre beiden Elternteile zu stärken.
Beide Eltern als Organisatoren sind mir persönlich bekannt. Ebenso ihr Elternschicksal als Mutter und Vater, die jeweils ihr einziges Kindes durch Kindesentzug verloren. Daher kann ich ihre Aktion guten Gewissens empfehlen und unterstützen.
Beide Eltern machen sich zum Zweck der Unterschriftensammlung zu Fuß auf den Weg von Brüssel nach Straßburg.
Unterwegs werden sie in zahlreichen Städten Halt machen, um auf die im Jugendamt praktizierten "brutalen Methoden" (Zitat Marcin Libicki) der Kindesentziehung und das Fehlen einer dem Jugendamt übergeordneten Fachaufsicht aufmerksam zu machen.
In diesem Zusammenhang werden sie für ihr Anliegen, das auch das Meine ist, zu werben, Unterschriften für ihre Petition sammeln und andere verlassene Eltern ermutigen, gemeinsam Stärke zu zeigen und Widerstand gegen die mit fachlich inkompetentem Kindesentzug verbundenen Menschenrechtsverletzungen zu leisten.
In den letzten Jahren wurde Deutschland fast siebzig Mal vor dem Europäischen Menschenrechtgerichtshof (EMGR) wegen Menschenrechtsverletzungen verurteilt, die von den deutschen Gerichten bis hinauf zum Bundesverfassungsgericht nicht als solche erkannt wurden. Doch obwohl Deutschlands Regierung den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof als oberste Gerichtsinstanz Europas anerkannt hat, werden die Urteile wegen Menschenrechtsverletzungen nicht zwingend von den deutschen Verantwortlichen in die Tat umgesetzt. So kamen Kinder, die ihren Eltern laut Urteil des EMGR zu Unrecht entzogen worden waren, auch nach Jahren nicht zu ihren Eltern zurück, weil das Jugendamt die Herausgabe verweigerte und dies damit begründete, dass die Herausgabe der Kinder gegen das in Deutschland nicht rechtverbindlich definierte Kindeswohl verstoße.
Angesichts dessen, dass Entscheidungen des Jugendamts nicht auf ihre fachliche Qualität überprüft werden, kommt es nicht nur zu hochwertigen Entscheidungen, sondern auch zu vielen Fehlentscheidungen, die Eltern zu Unrecht von ihren Kindern trennen und Kinder ohne Not aus ihren Familien heraus reißen.
Da der deutsche Gesetzgeber Familienrichter zwingt, ihre Beschlüsse auf der Expertise des Jugendamts aufzubauen, verlassen Familienrichter sich in aller Regel auf die Meinung der Jugendamtsmitarbeiter und beschließen wie empfohlen. Letztlich werden Richterbeschlüsse nur mit Einverständnis des Jugendamts auch in die Tat umgesetzt.
Mit ihrer Unterschriftensammelaktion über Hunderte Kilometer zu Fuß wollen die beiden Organisatoren auf diese Missstände aufmerksam machen.
Am 21. Mai 2008 werden sie in Straßburg ankommen, um mit ihrer Petition zum Europaparlament zu ziehen, wo sie vom Vorsitzenden der europäischen Petitionskommissionund anderen EU-Parlamentariern empfangen werden und ihre Petitionsschriften persönlich übergeben können.
Mit dieser meiner Nachricht bitte ich Sie/euch alle, sich an dieser Petition zu beteiligen und sich in die Liste der Petenten einzutragen, die unter dem http://1777.lapetition.be/ in mehreren Sprachen zu finden ist, wenn man auf der Webseite bis nach unten scrollt.

Falls jemand es ermöglichen kann, am 21. Mai 2008 nach Straßburg zu kommen, werden wir Gelegenheit haben, einander wiederzusehen oder persönlich kennen zu lernen, denn auch ich werde dort sein.

Ich hoffe nun auf einen Moment Ihrer /eurer Zeit, sich in die Petitionsliste einzutragen. Jede Stimme zählt.

Am 3. April 2008 mit einem herzlichen Gruß aus dem winterkalten Schwarzwald,

Karin Jäckel



Videos zum Thema

Sabine zur EU-Petition "Umgang verweigert"

http://fr.youtube.com/watch?v=O2bPVE7KgqI

Pascal speaks about the action 'Access Denied'
(Pascal spricht über die EU-Petition "Umgang verweigert")

http://fr.youtube.com/watch?v=QWzBGkPXdSU



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