20 Bitten von Kindern
an ihre geschiedenen oder getrennten Eltern

Die Entstehungsgeschichte

 

Verfasst von Dr. Karin Jäckel
in memoriam Dieter Mark

Alle Rechte liegen bei der Verfasserin

In den Jahren 1997 und 1998 arbeitete ich an meinem Handbuch für Väter nach der Trennung mit dem Titel "Mein Kind gehört auch zu mir", welches 1999 zunächst im Campus Verlag und später im Beltz Verlag publiziert wurde.

Im Zusammenhang mit den Recherchen zu den darin enthaltenen Kapiteln "Wie sagen Sie es Ihrem Kind?" und "Was Mütter sich von Vätern wünschen, damit der Umgang klappt" beschäftigte ich mich intensiv mit Wünschen von Eltern, aber insbesondere mit denen von Kindern an ihre geschiedenen oder getrennt lebenden Eltern.

Zu diesem Zweck hatte ich zahlreiche Eltern, Kindern und Jugendliche angeschrieben. Aus den mir zugehenden Antworten erarbeitete und verfasste ich die besagten Kapitel meines Buches auf den Seiten 49 bis 52 (pdf) und 208 bis 212 (pdf). Auf den Letzteren setzte ich einen Wunschzettel mit 20 Wünschen auf.

Als das Buch 1999 auf den Markt kam, sandte ich ein Exemplar auch an Dieter Mark, mit dem mich damals schon eine vertrauensvolle Freundschaft verband.

Er war von meiner Idee zu dem entwickelten Wunschzettel, sowie den verschiedenen Wünschen fasziniert und schlug mir nach Rücksprache mit verschiedenen Freunden wie etwa der Psychologin und Autorenkollegin Beate Kricheldorf vor, daraus unbedingt eine Wunschliste mit Kinderwünschen an ihre Eltern zu erstellen, die man dann als Flyer zur Elternberatung in Jugendämtern oder Standesämtern auslegen könne.

Darauf ging ich gern ein.

Wir nahmen uns vor, zu diesem Zweck einen Verein zu gründen, der sich, anders als die damals bundesweit aus dem Boden schießenden Vereine von Vätern, die durch Mütter aus dem Leben ihrer Kinder ausgegrenzt worden waren, grundsätzlich der Beratung beider Elternteile widmen sollte, um Kindern stets ihr natürliches Recht auf Mutter und Vater zu erhalten. Diesen Verein wollten wir in Anlehnung an meinen Buchtitel "Mein Kind und ich" nennen.

Begeistert machten wir uns daran, unser Vorhaben zu realisieren, in das wir später auch die international agierenden Elternverbände und Selbsthilfegruppen gegen elterliche Kindesentziehung einbanden, zu denen ich im Jahr 2000 enge Beziehungen aufgenommen hatte, als ich nach Washington DC (USA) reiste, um bei "Parent International", einer der dortigen großen Elternorganisationen, einen Vortrag über Kindesentziehungen zu halten.

Dieser Einbindung lag die Erkenntnis zugrunde, dass nicht nur deutsche, sondern auch ausländische Eltern in großer Zahl von Kindesentziehung und Umgangsverweigerung durch den anderen, oft deutschen Elternteil betroffen sind, der in diesem Verhalten durch die deutsche Familienrechtssprechung und Behörden wie das Jugendamt unterstützt, zumindest aber nicht, oder doch eher selten daran gehindert wird.

Während Dieter Mark Organisatorisches übernahm, schrieb ich die versprochene Wunschliste und nannte sie "20 Bitten an geschiedene Eltern".

Diese Wunschliste war der erste Vorläufer der heutigen "20 Bitten".

Die geplante Vereinsgründung ließ sich schwieriger an als gedacht, so dass wir es zunächst bei einem eher losen Arbeitskreis beließen, den wir mit einer Webseite ausstatteten und "Arbeitskreis Eltern für Kinder" nannten, um bereits im Namen die paritätische Diktion oder Zielsetzung unserer Arbeit aufzuzeigen.

Als am 22. 3. 2001 in Dieter Marks Heimatstadt Bremen eine Veranstaltung zum Thema "Gemeinsame Sorge um jeden Preis" stattfand, an der u.a. Jugendamtsmitarbeiter, Rechtsanwälte, Psychologen und Therapeuten teilnahmen, nahm Dieter meine "20 Bitten" mit, um sie in die Diskussion einzubringen.
Wie erhofft, kamen die "20 Bitten" sehr gut an. Dieter konnte sogar die eine oder andere Anregung mitnehmen, die ich dazu nutzte, die Formulierungen nochmals zu überarbeiten.

Auf diese Weise kam die bis heute bestehende Endfassung der "2o Bitten" zustande.

Leider kam es zur Auflösung des inzwischen zum Verein gediehenen "Arbeitskreises Eltern für Kinder".

www.aefk.de

Kurze Zeit später baute Dieter Mark eine viel besuchte Informationsplattform unter dem Namen "Das Forum KINDER haben ein Recht auf Vater und Mutter" im Internet auf.

Die "2o Bitten" zogen nun auch dorthin um.

http://35783.rapidforum.com

www.35783.rapidforum.com

Da weder Dieter Mark noch ich die "2o Bitten" je ausdrücklich mit unserem Namen und meinem Copyright-Zeichen versehen hatten, mussten wir bald feststellen, dass sie sich in Windeseile über allerlei Webseiten verteilten und ungefragt wie eine Art anonymer Volksmund-Text übernommen und weitergegeben wurden.

Wirklich ärgerlich war, dass einige der Copy&Paste-Verwender die "2o Bitten" inhaltlich abwandelten. Bis heute tauchen Varianten im Internet auf, die etliche Bitten zu wenig oder zu viel aufweisen oder für eigene Zwecke umformuliert wurden.

Um dies zu verhindern, beschlossen Dieter Mark und ich, die "2o Bitten" fest auf meiner Webseite zu posten und eine Übernahme auf andere Webseiten nur mehr mit dem Link-Hinweis auf den "Heimatstandort" bei mir auf meiner Webseite unter http://www.karin-jaeckel.de/werhilft/waskinderwollen2.html sowie mit dem Hinweis "Freigabe durch Dieter Mark" zu gestatten.

Siehe dazu:
http://35783.rapidforum.com/topic=104077301005

http://35783.rapidforum.com/topic=104077301005

Leider griff diese Auflage nicht zuverlässig, so dass die "2o Bitten" mittlerweile auch in Büchern abgedruckt wurden, ohne dass die Autoren deren Urheber bzw. den Standort-Link benennen.

Während seiner schweren Krebserkrankung, an der Dieter Mark letztendlich verstarb, vereinbarten wir zum Schutz der "2o Bitten", dass Dieter in seinem Forum einen entsprechenden Text nebst einem Hinweis auf mich als Verfasserin veröffentlichen werde.
Dieser ist bis heute im folgenden Wortlaut im Internet zu lesen:

Siehe dazu:
http://35783.rapidforum.com/topic=104077301005

http://35783.rapidforum.com/topic=104077301005

Da Dieter Mark während seiner schweren Krebserkrankung manchmal schon Dinge durcheinander brachte, wies er in seiner letzten Danksagung irrtümlich seinem bekannten Psychologen-Freund Prof. Dr. Wolfgang Klenner die Ursprungsidee zu meinen "20 Bitten" zu.

Um sicher zu gehen, ob und inwieweit dieser vielleicht tatsächlich mit Dieter über diese Idee gesprochen oder ihm Denkanstöße dazu vermittelt hatte, schrieb ich ihn mit der Bitte um Aufklärung an.

Prof. Dr. Klenner antwortet mir am 23. November 2007:

    "Von den 20 Bitten der Kinder habe ich soeben erst durch Ihre eMail erfahren. Ich bin also weder der Autor noch habe ich sie Herrn Mark geschenkt."

Da er mich in diesem Schreiben auf Richter Rudolph verwies, der die "2o Bitten" sowohl in seinem Buch, als auch auf der Webseite zum "Cochemer Modell" stehen habe, fragte ich auch bei diesem an, ob er eventuell mit Dieter Mark an diesen Texten gearbeitet habe.

Darauf antworte mir Manfred Lengowski am 24. Januar 2008:

    "Herr Rudolph hat mir Ihre Frage weitergeleitet.
    Die Erlaubnis zur Veröffentlichung der "20 Bitten" haben wir vor einigen Jahren von einem Berliner Arbeitskreis von Rechtsanwälten und anderen engagierten Mitarbeitern zur Weitergabe erhalten."

Somit ist klar, dass auch Richter Rudolph nicht zusammen mit Dieter Mark an der Perfektionierung meiner "2o Bitten" gearbeitet hat.

Um die "20 Bitten" nun endgültig und dauerhaft zu sichern und zu erhalten, werde ich sie in Kürze im Rahmen einer Hörbuch- und Musikproduktion durch meinen Sohn Dominik Jäckel produzieren und unter seinem Label MFLrecords (http://www.MFLrecords.de) veröffentlichen lassen.

Die fertige Produktion wird bei mir direkt und über online-Dienste erhältlich sein.

Zusätzlich wird die Printversion der "20 Bitten" weiterhin und dauerhaft auf meiner Webseite unter http://www.karin-jaeckel.de/werhilft/waskinderwollen2.html zu finden sein.

Bitte benachrichtigen Sie mich, wenn Sie meine "20 Bitten" kopieren und auf Ihre eigene oder fremde Webseiten, in Foren udgl. posten möchten.

Dr. Karin Jäckel
am 24. April 2008