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Amoklauf in Erfurt
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Hallo Karin! Die Gedanken zu dieser Tat, und das was vielleicht wirklich dahintersteckt, finde ich richtig ausgedrückt. Ich war gerade auf einer Dienstreise in den USA als ich über Yahoo davon erfahren habe, mit den amerikanischen Kollegen haben wir diese Tat dann durchdiskutiert. Der Tenor war recht eindeutig, daß "Erst etwas passieren muß" bis die Gesellschaft etwas unternimmt. Geht es nicht jedem von uns auch so? Wir (ausgegrenzten Väter/Mütter) kämpfen um unsere geliebten Kinder, wobei die eigene Psyche so langsam den Bach runtergeht, wir versuchen vor Gerichten Gehör zu finden, versuchen über die Medien Gehör zu finden, um unserer "Wohlstandsgesellschaft" zu zeigen wie Unrecht propagiert wird - aber es verhallt alles im Nichts! Ich glaube, es bedarf keiner Gewaltvideos, um solche Handlungen auszulösen, sondern wirklich nur das Zusammenspiel von Unrecht, Desinteresse und dann eigene Ohnmacht! Für mich hat hier das System vollständig versagt, die Diskussion um Gewaltspiele geht völlig am Ziel vorbei, die Ursache liegt in unserer Gesellschaft und und dem Umstand des ständigen Wegsehens (siehe auch STERN-Artikel "Tragödie eines Inzests" Nr. 16/2002)! Der jugendliche Täter war eigentlich Opfer, der nur auf sich aufmerksam machen wollte. Sollte sich unser System nicht ändern, sprich weg von der 3-L-Wertvorstellung, so wird dies erst der Anfang gewesen sein. Vielen Kindern und Jugendlichen fehlen Zärtlichkeit und Zuwendung. Hoffnungslosigkeit findet dann solche Ventile, um auf sich aufmerksam zu machen. Rocco |
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