Elternkummer

800 Kilometer für zwei Stunden
Vater-Glück

Georg

9. Januar  2005

Hallo, Frau Jäckel,

Meine kleine Tochter ist  zwei Tage vor Heilig Abend mit ihrer Mutter zur Kur nach Damp gefahren.

Der Richter hatte mir vorher die Hälfe der Weihnachtsferien zugesprochen......

Immerhin hat der Richter, als ich ihn informierte, ohne erneute Verhandlung entschieden, dass die Kleine, sobald die Mutter aus der Kur zurück ist, eine ganze Woche zu mir kommen darf.

Noch besser: Da bisher trotz mehrfacher richterlicher Verschärfungen (Attest über Krankschreibung des Kindes reicht nicht mehr, sondern muss das Wort transportunfähig enthalten) Besuchstage und Besuchswochenenden immer wieder boykottiert werden, weil der Kinderarzt plötzlich dauernd das Wort "transportunfähig" einsetzte, beauftragte der Familienrichter, auf ständiges Anmahnen hin, meinen Anwalt, man höre und staune, Kontakt mit dem Kinderarzt aufzunehmen und diesen zu ermahnen, künftig nicht mehr so leichtfertig Atteste auszustellen.

Beispiel, mittwochs ist das Kind noch transportunfähig, donnerstags wird es bereits mit dem Fahrrad zum Kindergarten gefahren. Das war selbst unserem Familiengericht zu viel.

Immerhin, mein Kampf lohnt sich, es bewegt sich etwas - dafür hat sich allerdings auch wieder meine Bauspeicheldrüse entzündet....

Da jetzt aber die Mutter-Kind-Kur um eine Woche verlängert wurde, bat ich die Mutter, meine kleine Tochter dort einmal besuchen zu dürfen.

Gestern kam das Schreiben ihres Anwaltes, wonach ich meine Kleine jetzt am kommenden Samstag für zwei Stunden sehen darf. Zwei Stunden für 800 Kilometer Autobahn (hin und zurück).

Ich werde fahren, obwohl ich es zunächst nicht wollte. Aber meine Kleine wird sich immer daran erinnern, dass Papa 800 Kilometer gefahren ist, nur um sie zusehen.

Ich werde weiter für meine Kleine da sein.

Schauen Sie einmal auf meine Homepage www.georg-hiemann.de Anbei als Anhang mein Tagebuch. Wenn Sie mein Fall interessiert, würde ich mich über einen Kontakt freuen.

Bis bald und gute 24 Stunden
Georg

Karin Jäckels Antwort vom 10. Januar 2005