Elternkummer

Bei Verdacht Kindesentziehung

Als Judith lebensbedrohlich an einem Darm-Virus erkrankte, geriet ihre Mutter in Verdacht, den nicht enden wollenden Dauerdurchfall des Kindes bewusst herbei zu führen. Sie sei von einem so genannten Münchhausen-by-Proxy-Syndrom befallen, heißt es offiziell, welches sich in einem extremen Geltungsbedürfnis äußere. Dieses führe dazu, dass die Mutter gezielt Aufmerksamkeit erregen wolle, indem sie ihr eigenes Kind schädige. Die Mutter entlastende Krankheitsmerkmale und Diagnosen blieben unbeachtet.

Und obwohl gegen den Vater zu keiner Zeit Vorwürfe erhoben wurden, wurde Judith ihren beiden Elternteilen entrissen und in eine Pflegefamilie verbracht. Hier lebte sich das kleine Mädchen rasch ein. Die Pflegeeltern und die leiblichen Eltern freundeten sich an. Gemeinsam sorgten sie für Judiths Wohlergehen.

Doch das eingeschränkte Glück von Eltern und Kind hielt nicht lange an. In einer weder für die Pflegeeltern noch für die Eltern begreiflichen Blitzentscheidung der zuständigen Behörden wurde Judith aus ihrer Ersatzfamilie abgeholt und in eine andere Pflegefamilie verschoben.

Bis heute wissen Judiths Eltern nicht, wo ihre kleine Tochter ist, wie sie inzwischen aussieht, wie es ihr geht.

Die Hoffnung auf ein Wiedersehen aufgegeben haben sie dennoch nicht. Mit Hilfe einer gut aufgemachten Internetpräsenz von Informationen und Familienfotos suchen Sie nach ihrem Kind. Eines Tages wird Judith alt genug sein, selbst im Internet zu surfen. Spätestens dann wird sie ihre Eltern finden.

http://www.judith-schaefer.com

Seit dem 16. Februar 2004 ist Judith wieder bei Ihren Eltern.
Ohne wenn und aber auf Beschluss des OLG Düsseldorfs.