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ElternkummerDie lähmende Angst,
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Maik |
25. Februar 2004 |
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Sehr geehrte Frau Jäckel, diese Geschichte von Frank macht mich schon sehr betroffen, auch wenn es jetzt schon 2 1/2 Jahre her ist. Wie geht es eigentlich den beiden Töchtern von ihm, weiss man das? Ich habe aus seiner Chronik den ohnmächtigen Kampf gegen die Behörden und die Kindesmutter herausgelesen und bin erschüttert, frustriert und wütend. Es tut mir so furchtbar leid und weh, dass er seinen Töchtern nicht mehr der gute und liebevolle Vater sein konnte, der er war und dass unser Rechtsstaat ihm keine Chance gab, dies zu beweisen. Ich hoffe, dass die Kinder wohlauf sind. Ich kann ihn schon verstehen, dass er nicht mehr weiter wusste, besonders wird ihn zerfressen haben, dass die Kinder bei der Mutter kein gutes Umfeld gehabt haben (abgemargert und verstört) und es ihnen bei ihm so viel besser ging, dass sie es sogar sagten(bei Papa bleiben).- Und trotz dieses Wissens die Kinder ständig bei der Mutter zu wissen, ist verzweifelnd und zermürbend. Ich bin traurig, dass er aufgegeben hatte, dass seine Kinder nicht die Chance haben werden, ihren so an ihnen hängenden Vater fürs Leben zu haben. Was für ein Justizirrtum, was für eine ungerechte Welt, mit der wir tagtäglich umgehen müssen. Ich kann das alles sehr gut nachvollziehen, denn ich bin selber ein Vater, habe ein Kind - das ich sehr liebe, lebe mit der Mutter zusammen (verlobt). Sie ist jetzt gerade mit dem Erziehungsurlaub fertig und ich mache gerade eine Fortbildung. Kurz nach der Geburt hätte ich es haben können, wir waren deswegen beim Jugendamt, u.a. wegen Vaterschaftsanerkennung. Dort jedoch hat man uns das ausgeredet: "Denken Sie daran, wenn Sie auseinander gehen sollten und ein Partner zieht weg, muss der andere bei wichtigen Entscheidungen immer gefragt werden." Besonders die Argumentation "bei schweren Operationen" hat uns damals davon abgehalten. Es wurde uns gesagt, daß in solchem Notfall vielleicht nicht rechtzeitig operiert werden könne, da ja die Unterschrift des zweiten Elternteils benötigt wird und ohne diese keine vielleicht lebenswichtige OP möglich wäre. Ausserdem könne man ja jederzeit das gemeinsame Sorgerecht nachbeantragen. Dachten wir uns damals auch - (hätte ich es bloß gemacht). Was jedoch, wenn man sich in der Beziehung auseinanderlebt und die Mutter dann vielleicht aus Rache oder einfach nur, um das Machtgefühl zu haben, das GS verweigert? -Für das Kind es aber gut ist, von beiden Elternteilen umsorgt zu werden? Dafür hat unser Gesetz natürlich wieder keine Antwort. Ich, zum Beispiel, würde aus Angst, mein Kind nicht mehr sehen zu können oder aus Angst, etliche juristische Blockaden überwinden zu müssen (oftmals schafft man es gar nicht -Frank), in der Beziehung weiterleben, auch wenn man das eigentlich gar nicht will; so ist es doch die einzige Möglichkeit, sein Kind zu sehen. Das ist dann eine Art, sich zu versklaven. Das geht natürlich auf Dauer nicht gut, das wissen wir alle. Irgendwann geht gar nichts mehr und einer muss gehen. Der Vater bleibt dann zurück mit sich selbst und versucht, für seine Kinder weiterzuleben und oftmals geht es ja auch, dass man sich einigt auf Besuche und Wochenenden (Umgangsrecht). Aber was, wenn nicht, - dann entsteht so eine Zeitbombe wie Frank. Wie die Frau sich nach der Trennung verhält, weiss man niemals ( auch, wenn sie in der Beziehung so loyal in dieser Hinsicht tat). Naja, ich hab mir bloss mal so Gedanken gemacht und wollte die endlich mal loswerden - sozusagen reden. Sicher gibt es tausende Väter, die sich darüber solche Gedanken machen. Ich wollte auch einfach meine Meinung zur Geschichte Franks loswerden, das nimmt einen emotional schon mit. Also danke, wenn Sie sich die Zeit nehmen, diese lange Mail zu lesen. Gruss, Maik |