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ElternkummerIch hätte nie gedacht, dass auch mir das Jugendamt meine Kinder nehmen würde.
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Manuela |
7. Juli 2004 |
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Mein ältester Sohn Mirko war schon in der Schwangerschaft sehr aktiv. Auch nach der Geburt war sein Verhalten auffällig. Ich spürte, dass mit Mirko etwas nicht stimmte. Er konnte sich nie allein beschäftigen, man musste jede Sekunde etwas mit ihm zusammen machen, sonst schrie er. Er hatte von Anfang an Einschlafschwierigkeiten. Als Mirko drei Jahre alt war, schaute ich mir mit einem Bekannten zufällig einen Bericht über Menschen mit einer ADSH-Störung an. Danach sagten wir gleichzeitig: Das ist Mirko."
In den nachfolgenden Jahren sagte ich meine Vermutung Ärzten, dem Jugendamt und Anderen, jedoch meinte jeder, Mirko sei ein ganz normales Kind, nur ich sei einfach erziehungsunfähig und es läge nur an mir. Es wurde sehr schnell offensichtlich, dass auch das Kinderhaus am Buchberg mit Mirko kaum zurecht kam. Es kam immer wieder zu Kindergartenverweisen auf Grund von Mirkos Verhalten. Mirko fühlte sich dort im Kinderhaus nie wohl. Er erzählte mir, seinem Onkel, Freunden und der Familienhelferin, dass er dort geschlagen und in Schwitzkasten genommen werde. Als ich das Kinderhaus zur Rede stellte verneinten sie dies und sagten, Mirko habe phantasiert. Deshalb unternahm ich nichts weiter. Ich versuchte Mirko immer klarzumachen, dass es für uns beide zur Zeit notwendig war, dass er dort sei, aber dass ich ihn sehr liebe und ihn vermisse. Ich sagte ihm auch, dass, wenn er zu der Entscheidung gelangen sollte, er wolle für immer im Kinderhaus bleiben, weil er lieber dort als bei mir sei, dass es in Ordnung wäre. Zwar würde ich ihn sehr vermissen, jedoch sei diese Entscheidung für mich auch O.K., wenn er dies gern so haben wolle. Er meinte jedoch immer, er wolle nach Hause. Nachdem Mirko fast zwei Jahre im Kinderhaus war und vier Monate lang in der Grundschule vorwiegend störte, deshalb im Januar 2003 aus der Grundschule flog, brachte man ihn dort zu Frau Dr. L., Kinder und Jugendpsychologin. Zur Erinnerung: Ich sagte zu diesem Zeitpunkt schon seit vier Jahren, dass ich die Vermutung habe, Mirko leide unter ADSH. Frau Dr. L. kannte mich zu diesem Zeitpunkt nicht; sie wusste von meiner Vermutung nichts. Mirko bekam "Concerta" verschrieben und es ging ihm zusehends besser. Mit dem Jugendamt und Kinderhaus wurde die Rückkehr von Mirko in die Familie vereinbart. Es wurden die Sommerferien 2004 für die Rückkehr festgelegt. Mirko kam, schon seit er im Kinderhaus war, alle 14 Tage nach Hause. Nach der Vereinbarung seiner Heimkehr für immer kam er dann auch alle Ferien, so auch in den Sommerferien 2003. Mirko war fünf Wochen lang glücklich. Wir unternahmen viel, es war sehr schön. Eine Woche, bevor Mirko ins Kinderhaus zurückkehren sollte, veränderte sich sein Verhalten plötzlich. Er konnte nachts nicht mehr in seinem Bett schlafen. Er wollte immer bei mir schlafen. So legte ich seine Matratze an meine und er schlief bei mir. Auch wurde er immer weinerlicher und in sich gekehrt. Vier Tage, bevor er ins Kinderhaus zurück sollte, saß er häufig am Esstisch und weinte, weil er nicht zurück wollte. Ich sagte ihm dann, er müsse es doch nur noch 9 Monate aushalten, zu Beginn der Sommerferien 2004 dürfe er nach Hause. Als Mirko ins Kinderhaus zurückkehrte, - so wurde es mir von Erziehern berichtet - folgte er kaum noch, zog sich zurück und sagte zu den Erziehern, er werde nicht mehr folgen und sich immer nur schlecht benehmen, damit er früher nach Hause zurück dürfe. Man unterstellte mir seitens des Kinderhauses und des Jugendamtes, ich hätte meinem Sohn nahe gelegt, dies zu tun, damit er früher nach Hause dürfe. An einem Heimfahrtswochenende, als Mirko zu Hause war, fragte ich ihn, ob er der Meinung sei, dass ich dieses Verhalten von ihm erwarte oder gut heiße. Er sagte darauf zu mir: "Nein, Mama, das kommt aus meinem Kopf. Ich habe gedacht, wenn ich mich richtig schlecht verhalte, schicken sie mich nach Hause." Ich erklärte ihm, dass ich sein Verhalten nicht gut finde. Ein paar Wochen danach rief mein Sohn ganz verstört bei mir an und erzählte mir, dass er als Strafe in die Luft gehoben und dann auf den Boden fallen gelassen werde. Ihm täten schon die Beine und der Rücken weh. Ich fragte daraufhin den diensthabenden Erzieher. Dieser bestätigte mir dies, er meinte auch, es gäbe im Team geteilte Meinungen darüber. Ich rief den Leiter des Kinderhauses an, auch dieser bestätigte mir diese Vorfälle. Ich bat um ein Gespräch bei mir zu Hause, dieses fand auch Ende September 2003 statt. Am nächsten Tag rief ich bei Frau F, aus dem Jugendamt an und bat sie auf Grund der veränderten Situation, den Termin im November für Mirkos Heimkehr vorzuverlegen. Sie meinte jedoch, es sei nicht notwendig. Es gab noch zwei weiter Anrufe von Mirko. In dem Telefonat berichtet er mir, dass er als Strafmaßnahme einen Ort vor seinem Wohnort aus Schulbus "geschmissen" werde, welcher dem Kinderhaus gehörte, und die ganze Strecke alleine nach Hause laufen müsse. Auf meine Rückfragen hin, bestätigte die Heimleitung dies. Beim zweiten Anruf fragte Mirko mich, ob es stimme, dass er zu Weihnachten nach Hause dürfe, dies hätte ihm ein Erzieher der Einrichtung im Wartezimmer des Zahnarztes gesagt. Ich meinte daraufhin, wenn es ihm von einem Erzieher gesagt wurde, werde das schon stimmen. Weiter folgte ein Anruf einer Erzieherin, die mir berichtete, dass sie Mirko in Unterwäsche vor die Tür stellte, weil er versuchte, sein Zimmer zu zerlegen. Mirko kam gegen den Willen des Jugendamtes am 20. Dezember 2003 nach Hause. Trotz ziemlicher Hindernisse, die uns das Jugendamt in den Weg legte, bekam ich für Mirko einen Schulplatz. Er ging am 12.1.04 zum ersten Mal in die Grundschule. |
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Wie es zum Entzug meiner vier Kinder durch das Jugendamt kam |