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Gedanken vom "allerbesten Papa" an seine Tochter Celine


 

Dein Garten
März 2009

Oft kehrte ich mitten auf dem Weg zu Deinem mir so vertrauten Zauberkindertraum einfach um.
Warum?
Ich kann es nicht, da mein Herz in tausend Teile bricht.
Verachtest Du mich? Ich liebe Dich.

Wo früher war unser Lieblingsplatz, überwältigt mich heute die totale LEERE und die unvertraute Einsamkeit.
Ich kann Dich nicht der Wahrheit betrügen mit faulen Lügen, will Dir leise sagen: "Du ich kann unseren Garten nicht länger ertragen."

Für mich allein ist hier kein Platz zum glücklich sein, die vielen Erinnerungen an Dich sind so enorm stark, dass in mir nur noch das Gefühl der großen Ohnmacht rast.

Es reißt mir das Herz raus, Dich zu verletzen, durch Aufgabe Deinen Kindertraum so zu zerfetzen, ich muss mich einen Augenblick setzen, Gedanken nehmen ihren Lauf, die Zeit dafür nehme ich gern in Kauf.

Hier in der Idylle der Natur, Ruhe pur, o was mach ich nur?

Ich habe so endlos gewartet auf Dich, gehofft, ich sehe Dich, hier im Kinderland mit mir zusammen, zwischen vielen bunten glitzernden Girlanden, kein Mensch kann verstehen, dass wir uns hier nie wieder sehen.
Die Erinnerung an Deine Kindheit, mehr bleibt mir nicht, mein Gott wie sehr denke ich Tag für Tag an Dich, so vermiss ich Dich, darf Dich nicht sehen, wer kann das verstehen ?
Nur Träume bleiben bestehen, sie kann man uns nicht nehmen.

Die Sehnsucht nach der Vergangenheit raubt die Realität der Gegenwart, nur die Hoffnung entwickelt Kraft für die Zukunft, nach einem Leben der Vergangenheit, die der Anfang ohne Ende ist.

Der Himmel dämmert, ich erkenn am Horizont das schwache Abendrot, das wirft lange Schatten der Bäume in die Nacht, ich schau in das Licht und denke nur an Dich, im Herzen stirbt die Liebe für Dich nämlich nicht.

Wir gehen schon viele Jahre gemeinsam durch die Nacht, aus der vorerst keiner von uns erwacht, ich will Dir so sehr zur Seite stehen beim weitergehen, vergiss bitte nicht ,Dein Papa führt Dich zurück ans Licht.

Wir können uns nicht sehen, aber deutlich fühlen,
wir können uns nicht hören, aber doch klar verstehen,
du kannst mir nicht schreiben, aber Du kannst jeden Buchstaben von mir heimlich lesen.

Der Weg ist noch weit aus der Dunkelheit, ich weiß nicht, wie lange es noch dauert, wir befinden uns in einem gigantischen Labyrinth der Unvernunft, durch das auch viele andere Papas und wenige Mamas mit ihren Kindern gehen und es ebenso wenig verstehen.

Ich kann Dir versprechen, diese guten Eltern werden gemeinsam die Mauern dieses Labyrinths brechen, sie zum Einstürzen bringen, wenn uns das endlich gelingt, dann sind auch wir wieder richtig Vater - Kind.
In Deinem Garten spielen viele andere Kinder nun, jetzt haben wir dort nichts mehr zu tun, sei nicht traurig über meinen Schritt, wenn ich endlich kann, nehme ich Dich zu anderen schönen Orten überall hin mit.

Ich will meine Hand auf Deine seelischen Wunden legen, Dir das echte Gefühl einen Vater zu haben zurückgeben, glaube mir, dass ist das wahre Leben, wenn beide Eltern den Kindern ihre Liebe absolut bedingungslos geben.

Jetzt komm ich aber zum Schluss und gebe Dir, wenn auch nur in Gedanken, einen dicken Kuss.

Dein allerbester Papa



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