Elternkummer

Als Sohn von der Mutter missbraucht, als Vater Missbraucher der eigenen Tochter

S. G.

9. Oktober  2004

Liebe Frau Jäckel,

Ich bin mal wieder auf Ihren websiten gelandet. Ich möchte Ihnen mal mitteilen, wie das mit all den Missbrauchs-Opfern und Opfer-Betroffenen ist, vor allem den Müttern, die nicht zur Anzeige gehen können oder gehen aus größerer Angst vor der Justiz, weil diese die Kinder nicht genügend schützt.

Es wird immer wieder von den "armen Opfern" hier insbesondere die Väter, die zu unschuldig vor Gericht landen, nie wird von denen gesprochen, die nicht mal eine Anzeige erstatten können, weil die Justiz hier leider noch immer schläft. Und ich kann Ihnen sagen, und das aus Erfahrung. Im Gegensatz zu der Prozentzahl der "armen" Vateropfer, laufen da tausende von Irren rum, die nicht angezeigt werden können, weil die Mütter als die "bösen" hingestellt werden und weil die Mütter ihren bereits missbrauchten Kindern auch noch den missbrauchlichen Fragestellungen der Polizei und des Gerichtes nicht aussetzen wollen.

In meinem Fall ist der Vater meines Kindes von seiner Mutter missbraucht worden, und er hat wiederum unsere gemeinsame Tochter misshandelt.
Was meinen Sie an wieviele Stellen ich mich schon gewandt habe. Jedoch da ich nicht Publiziti orientiert bin, und meiner Tochter und mir das erspare, bekomme ich keine Hilfe. Es ist schon bereits so traurig, das ich über die Zustände des rechtes des Kindes in Deutschland nur noch traurig lachen kann.

Marianne Bachmeier, sagte einmal vor Jahren, als Sie den Mann, der Ihr Kind missbraucht und getötet hat, im Gericht erschoss. "Ich werde Deutschland verlassen, da die Umstände und die Begleitumstände in Deutschland was den Kindsmissbrauch angeht zunehmen werden und die Justiz nicht weiterhelfen wird."

Da kann ich Ihr nur zustimmen.
Tatsache ist, das wir zu wenig Richter haben, die in solchen Fällen auch psychologisch geschult sind, um in die bereits angeschlagene Psychologie der Opfer und die der Täter hineindenken zu können.

Es arbeiten zu wenig Justizmitarbeiter mit gar keinen Psychologen zusammen.

Die Richter sollten einmal zur Michaela Huber in die Seminare gehen, dann könnten Sie dazulernen.
Hinzu kommt, wie bereits aus bekannten Fällen ersichtlich, dass sogar Richter, Kinder misshandeln.

Also, wohin soll sich eine Mutter und ihr Kind hinwenden, die in akuter Gefahr sind und denen bei Anzeige der Tod seitens des Täters angedroht wird, wenn dieser Mutter nicht so geholfen werden kann, das die Justiz ermittelt, ohne Mutter und Kind in Gefahr zu bringen.

In der Therapie in der ich bin, werden Familienaufstellungen durch den Professor gemacht und als ich mit meiner Geschichte eine Aufstellung machen wollte und einen Teil erzählt habe, waren die anderen, die allesamt Therapeuten sind, so betroffen, das die Spannung der Art stieg und allein 3 Menschen nicht an der Aufstellung teilnehmen wollten.

Ich habe in der ganzen Zeit erkannt, das in Deutschland, in dem Land, welche so bewußte Menschen hat, Kindsmissbrauch vom Gesetz her eine Bagatelle darstellt. Die Justiz hat mehr Angst davor, Täter zu entlarven und dann in die psychatrische zu schicken, als die Opfer tatenlos stehen zu lassen.

Sie erkennen bestimmt aus meiner Schreibweise die Verzweiflung und die Wut gegenüber so einem System, dem es wichtiger ist, Finanztäter zu fassen, als Missbrauchstäter.

Da helfen zig-tausend Bücher nichts, zig-tausend Filme nicht, wenn nur einem einzigen Kind nicht geholfen wird.

Ihnen und den vielen Stellen die den Opfern helfen wünsche ich viel Erfolg, wobei ich meine, die 10% der Betroffenen die sich dorthin wenden, stehen 90% Betroffenen gegenüber, die sich überall hinwenden und denen nicht geholfen wird, so daß diese sich Ihrem eigenen Schicksal gegenübertreten.

Korupte Anwälte, unwissende Richter, psychologische Gutachter die meinen es besser zu verstehen wie die Mütter und und und..... Würden Sie meinen Fall kennen und würden Sie wissen was ich bereits alles versucht habe .... ich stimme Marianne Bachmeier zu, man kann nur eins machen, sein Kind nehmen und Deutschland so schnell wie möglich verlassen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und verbleibe in der Hoffnung, das Ihre Beiträge zu einem besseren Justizsystem im Falle des Missbrauchs führen, wo die Täter nicht einfach eingesperrt werden sondern wirklich in gute therapeutische Hände kommen und manche sogar für immer in der forentschen bleiben.

S. G.