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ElternkummerIch habe mein Kind entführt |
Erste Zuschrift von Frau H. |
15. April 2003 |
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Hallo, ich fühle mit Mr. Hickman, wenn seine Geschichte denn wahr ist. Auch muß ich sehr beanstanden (und ich bin mir sicher, daß es auch Mrs. Hickman nicht anders ergangen ist), daß niemand je nach den Umständen frägt, die einen Elternteil dazu bewegen, einen so drastischen Schritt zu unternehmen. Das diese Frau dem Vater ihrer Kinder rigoros den Umgang verweigert, kann ich nicht glauben. Ich muß eher, aus eigener Erfahrung, davon ausgehen, daß der ganze Umstand unnötig und nicht wahrheitsgemäß hochgespielt wird. Statt sich ständig buchstabengetreu auf das Haager Abkommen beziehen zu wollen, sollte man sich vielmehr endlich auf die Umstände beziehen, die zu der "Entführung" führten. Ich bin mir sicher, es gibt Fälle, in denen Kinder nur "entführt" wurden, um dem Partner "eins auszuwischen", aber es kommt auch vor, daß Eltern mit ihren Kindern zum Schutz ihrerselbst und zum Schutz ihrer Kinder flüchten. Insbesondere wenn, wie in meinem Fall, der betroffene Elternteil nach einer Trennung keinerlei Hilfe von den staatlichen Behörden zu erwarten hat ("unter der Brücke schlafen und aus Mülltonnen essen" ist keine positive Zukunftsperspektive). Nicht jedes Land hat ein positives soziales System wie Deutschland. Wie gesagt, ich bin selber "schuldig" der Kindesentführung, habe diesen Schritt jedoch nicht einfach so, aus reinem Spaß an der Freude, unternommen, sondern sah mich dazu gezwungen. Sollten meine Kinder nun lt. Haager Abkommen rückgeführt werden müssen, erwartet mich in den US, wie von meinem Mann schon angedroht, ein armseliges Leben, dem ich vor einem halben Jahr beizeiten entkommen wollte. Dank Leuten wie Ihnen wird es agressiven und jähzornigen Menschen wie meinem Mann jedoch immer wieder ermöglicht, entgegen dem Kindeswohl (und meine Kinder haben sich bereits vor Gericht in erster Instanz klar über ihre Wünsche geäußert), ihre Belange durchzusetzen und ohne Rücksicht auf Verluste ihr "Recht" zu erkämpfen. E. H. |