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ElternkummerIch habe mein Kind entführt |
Zweite Zuschrift von Frau H. |
16. April 2003 |
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16. 2003 Hallo, Fr. Dr. Jäckel, vielen Dank für Ihre Antwort. Ich habe mich (da ich ein kompletter Neuling zu diesem Thema bin)leider nicht mit Ihren Veröffentlichungen beschäftigt, habe allerdings in den letzten Monaten jede freie Minute damit verbracht, im Internet nach Antworten zu suchen. Ein Vater (oder Mutter), der konstant versucht, grundsätzlich vor den Kindern, den anderen Elternteil zu demütigen oder durch Provokation (und daß allein ist in den USA strafbar) versucht, den anderen zu eigenen Ausschreitungen zu bewegen, tut seinen Kindern in meinen Augen nichts Gutes. Auch mußte ich bereits vom Jugendamt erfahren, daß höchstens 2 % aller "entführten" Kinder in Deutschland bleiben können, 90 % hingegen werden rückgeführt, die anderen 8 % sind tot (sprich, der "entführende" Elternteil hat zu mir unvorstellbar drastischen Mitteln gegeriffen, um eine Rückführung auf jeden Fall zu verhindern). Sie schreiben, daß wenn ich die Gewalttätigkeit meines Mannes gegen mich beweisen könnte, - und ich habe das anhand von zwei Polizeiberichten und einem Richterbeschluß gegen ihn getan, - hätte ich bereits gewonnen. Stattdessen habe ich bereits in 1. Instanz verloren. Meine große Sorge war und ist, da ich bis vor kurzem der Prellbock für meinen Mann war und grundsätzlich ich seine Launen und Frustationen gegen andere abbekommen habe, er diese jetzt gegen die Kinder richten wird. Obwohl sich die Kinder gegen eine Rückkehr in die USA ausgesprochen haben, sich an unzählige Male gewalttätiger Übergriffe und verbalen sowie emotionalen Mißbrauchs erinnern und auch - ohne Aufforderung - schildern können, könnten sie sich zwar vorstellen bei ihm zu leben, aber in Deutschland. Auch haben sich die Kinder seit unserer Rückkehr sehr zum Positiven geändert: kein Bettnässen mehr, sie sind viel ausgeglichener, sind nicht mehr ständig der offenen Konfrontation zwischen meinem Mann und mir ausgesetzt. Auch haben sie weiterhin Kontakt zu ihrem Vater, auch wenn ich anfangs "nicht so gezogen" habe, da mir von meiner Anwältin angeraten wurde, mich (wie Sie schon bemerkten) gut 1 Jahr im Verborgenen zu halten. Nachdem er mich ausfindig gemacht hatte, war er derjenige, der kurz nach Weihnachten bei jeder Gelegenheit den Kontakt unterbrochen hat, fast ganze drei Monate lang. Er hat allerdings die Woche, in dem der 1. Gerichtstermin stattfand, jeden Tag Besuchsrecht in Anspruch genommen und den Kindern bei dieser Gelegenheit Flöhe ins Ohr gesetzt, sie würden wieder bei ihm wohnen und nie wieder nach Deutschland zurückkehren. Es hatte ihn schon 2 Wochen vor meiner Abreise nicht mehr interessiert, wie ich von meinem kleinen Gehalt den Haushalt führen soll, die Kinder füttern und anziehen, da er, um sein Geld zu "beschützen", ein eigenenes Konto eröffnete. Auch war es seit langer Zeit nicht mehr möglich, vernünftig mit ihm zu sprechen, geschweige denn Kompromisse zu schließen. Das ist natürlich seit meiner Ankunft hier erst recht nicht mehr möglich, ich habe bereits dreimal versucht, um der Kinder willen, mit ihm ruhig zu reden, wurde aber jedesmal abgeblockt bzw. sofort wieder angeschrien und auf das Übelste beschimpft. Da ich ein Rückflugticket hatte, wäre es u.U. durch ein Einlenken seinerseits und die Einstellung seiner Drohungen sogar möglich gewesen, mich, damals noch, zu einer Rückkehr in die USA zu bewegen. Er weigert sich jedoch standhaft, mit mir persönlich zu verkehren und läßt mir Nachrichten nur über seine Anwälte zukommen (wobei sich der deutsche Anwalt auf Bosheiten und Lügen begrenzt). Sie sehen, es gibt auch andere Fälle und, nachdem mir trotz vorliegender Beweise der US Behörden weder von meiner Anwältin noch dem Jugenamt etc. große Hoffnungen gemacht werden, kann ich nur die Entscheidung des OLG abwarten. Mfg |