Buchbesprechungen

"Deutschland frißt seine Kinder-
Familien heute: Ausgebeutet - ausgebrannt"

Ihr gutes unverdächtiges Buch als Trost,
dass ich mich nicht allein unwohl fühle

28. April  2002

Leserzuschrift von Hans P. aus München

Sehr geehrte Frau Dr. Jäckel,

mit großem Interesse, Zorn, aber auch Freude, dass jemand die Dinge beim Namen nennt, lese ich Ihr Deutschland frisst seine Kinder.

Wir Männer (Jahrgang 49) waren, wenn ich an meine Schüler- und Studentenzeit denke, für volle Emanzipation, unterstützend, antreibend, später großzügig tolerant, gegenüber Übertreibungen, dann vielleicht auch blind.

Ich erinnere mich an die Sorgen einer älteren Kirchgängerin vor ca 16 Jahren. Beim Diskutieren über die Freiheiten und Möglichkeiten der jungen Frauen, sah sie, dass viele Frauen, eigentlich ohne Überzeugung gegen ihre Einstellungen und ihre Fähigkeiten, aber unter dem gesellschaftlichen Druck, Freiheiten ausleben mussten, auf Kosten von Kindern, ihrer Familie und ihrer eigenen Persönlichkeit.

Irgendwann konnte ich die „Männer sind Schweine“ und Vergewaltiger-Chöre nicht mehr hören, aber ich fühlte mich alleine und umgeben von Tabus. Trotz aufmerksamem Wahrnehmen der Medien schien mir dies kein Thema in Deutschland.
Durch ein unvorsichtiges Wort hat man leicht alle Frauen gegen sich und findet sich in der falschen Ecke wieder.

Durch Zufall kam ich an ein Buch von Seiffert, dann auch Bitterman und Gruner. Jetzt erst stieß ich auf Ihr sehr wichtiges Buch, in dem ich bisher auf jeder Seite viel Richtiges lese.

Mein Sohn (17) hat sich im März 2oo2 für ein vom BMBF gefördertes Projekt „Über den Horizont und weiter“ beworben, die Ablehnung des DLR : „... dass wir männliche Teilnehmer nicht berücksichtigen können“.. Schade, dass vor allem die Grünen und Grüninnen, in Machtpositionen gekommen, hauptsächlich ihre speziellen familienfeindlichen Hobbies gepflegt haben.

Deshalb ist mir Ihr gutes, unverdächtiges Buch ein Trost, dass ich mich nicht allein unwohl fühle, und ein Fundus von Belegen der Ungerechtigkeit gegen unsere Söhne mit deutlichem Aufzeigen der Konsequenzen für Familie und Gesellschaft. Fast gerät man beim Lesen und Nachvollziehen der schreienden Ungerechtigkeiten, beim Erkennen von Ursachen, die man vielleicht bisher nur geahnt hat in Wut auf „die Frauen“. Aber es sind eben nicht „die Frauen“, wie es auch bei anderen Fällen nicht „die Männer“ sind.

Aber wo gibt es Ihre Bücher zu kaufen ? Ich bin viel in Buchläden unterwegs, ich habe keines von diesen, oder ähnlichen gesehen, ich habe sie allesamt bestellen müssen.
Wie haben Sie überhaupt einen Verleger gefunden ?

Mit freundlichen Grüßen

Hans P.
München

 

Karin Jäckels Antwort vom 28. August 2002