Neue Rechtschreibung und weibliche Berufsbezeichnungen?
Nein, danke.
3. Februar 2003
Leserzuschrift von R. Sch., Zwickau
Sehr geehrte Frau Dr. Jäckel,
da Sie, wie ich dem Impression Ihres Buches "Deutschland frißt seine Kinder" entnehme, an einem Austausch mit Ihren Lesern interessiert sind, will ich die Gelegenheit dazu nutzen.
Voller Begeisterung begann ich mit der Lektüre Ihres mir empfohlenen o.g. Buches, da mir als Mutter eines einjährigen Sohnes das Thema Familie und Erziehung sehr am Herzen liegt.
Doch leider ist diese Begeisterung inzwischen vorüber, und ich werde das Buch nicht zu Ende lesen. Der Grund: Ab etwa Seite 60/62 wird der Lesefluß durch die stete parallele Verwendung weiblicher und männlicher Berufs- und anderer Bezeichnungen (Juristinnen und Juristen, Gutachterinnen und Gutachter Richterinnen und Richter, etc.) derartig beeinträchtigt, daß mir die Freude an der Lektüre Ihres Buches vergangen ist, (die zudem durch Verwendung der neuen Rechtsschreibung sowieso schon gelitten hatte).
Ursprünglich beabsichtigte ich sogar, das Buch gleichgesinnten Freunden und Bekannten zu empfehlen oder an sie zu verschenken, wovon ich nun auch Abstand nehmen werde. Schade, denn klare Worte zu diesem Thema bieten eine gute Gelegenheit zum Nachdenken und sind das, was in Deutschland dringend benötigt wird.
Mit freundlichen Grüßen
R. Sch.
Zwickau
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