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Buchbesprechungen |
"Deutschland frißt seine Kinder-
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Wenn das Selbstbestimmungsrecht der Frau den Staat Geld kostet, ist es aus damit5. Mai 2003Leserzuschrift von Dr. K.Sehr geehrte Frau Dr. Jäckel, ich habe mit Interesse Ihr o.g. Buch gelesen. Wir (meine Frau und ich) sind, ähnlich wie Sie es in Ihrem Buch beschreiben, auch der Ansicht, dass das forcierte Bestreben, mehr Frauen neben der Kinderbetreuung schon frühzeitig wieder in einen Beruf zurück zu führen, hauptsächlich auf finanzielle Gründe zurückzuführen ist. Bei zwei Einkommen kann der Staat auch doppelt abkassieren. Dies erkennt man, wenn man sieht, wie wenig das vom Staat angeblich so unterstütze Selbstbestimmungsrecht der Frau noch beachtet wird, wenn es den Staat Geld kostet. So wurde z.B. vor Kurzem die Klage einer Mutter abgewiesen, die es für ungerecht empfand, dass sie als Verheiratete nicht ihr Kind mit in ihrer Krankenkasse mitversichern kann, da der Privat versicherte Ehemann über der Einkommensgrenze liegt und somit er die Kinder mitversichern lassen muss. Hier ist plötzlich die Frau nur noch Anhängsel des besser verdienenden Mannes. Nichts mehr ist zu erkennen von der eigenen Persönlichkeit. Besonders schlimm ist, dass dies, soweit ich weiß, für nicht Verheiratete nicht gilt! Auch die Diskussion, dass man als Mann sich der Verantwortung für die Familie entzieht und lieber arbeiten geht, finde ich unfair. Auch so etwas kann Verzicht bedeuten. In meinem Fall stand ich vor der Entscheidung zwischen Familie gründen oder Habilitation, was mit häufigen Ortswechseln verbunden gewesen wäre. Dies hält eine Familie natürlich nicht dauerhaft aus, zumal wenn man als Vater sich auch um die Kinder kümmern möchte, soweit es geht. Ich habe mich für die Familie und den uninteressanteren Beruf entschieden und bisher auch nicht bereut. Trotzdem befürchte ich, dass die althergebrachte Familie, bei der ein Partner zumindest die ersten Jahre zuhause bleibt (wobei ich es egal finde, wer daheim bleibt), ein Auslaufmodell ist. Der Trend ist in allen Parteien zu verzeichnen. Bei den feministisch ausgerichteten Parteien, wie die Grünen und der SPD sowieso. Aber auch die CDU/CSU hat bei der letzten Wahl durch die Benennung einer unverheirateten Frau als Familienministerin ins Schattenkabinett ihre Sichtweise klar gezeigt. Meine Frau und ich möchten unseren Kinder auf jeden Fall das geben, was ihnen vom Zeitgeist vorzuenthalten versucht wird. Ich wünsche Ihnen weitere anregende und interessante Schaffenskraft im Kampf für die Familien. Mit freundlichen Grüßen Dr. K. |
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