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Buchbesprechungen |
Monika B. -
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Hat mich bewegt wie kein Buch zuvorReferat von Selina Birgler22. Juni 20031.1. Leben und Werke des AutorsDr.phil. Karin Jäckel wurde 1948 in Bad Rerik an der Ostsee geboren, ihre Kindheit verbrachte sie in vielen Bundesländern Deutschlands. Als sie die Matura hatte, trat sie das Studium zur Kunstgeschichte, Germanistik und Sprecherziehung an. Seit 1971 ist sie verheiratet mit Prof. Dr. rer.nat. Klaus-Peter-Jäckel. Drei gemeinsame Söhne. Seit 1970 freie Mitarbeit bei zahlreichen Zeitschriften, Magazinen, Jugend- und Tageszeitungen sowie Fernseh- und Rundfunksendern. 1982 erste Kinderbuch-Veröffentlichung 1986 erste sozialkritische Bücher für Erwachsene Bücher für Kinder (meine eigene Auswahl):
Bücher für Jugendliche (meine eigene Auswahl):
Bücher für Erwachsene (meine eigene Auswahl):
1.2. Monika B. - Ich bin nicht mehr eure TochterMonika ist ein echtes Wunschkind und Papas ganzer Stolz. Das Familienleben scheint nach außen perfekt zu sein, doch innerhalb der heilen Fassade spielt sich Unfassbares ab, denn von Anfang an wird Monikas Leben von sexuellen Übergriffen bestimmt.
Schon als Baby wird sie von ihrem Großvater missbraucht, auch ihr eigener Vater und ihre älteren Brüder vergehen sich jahrelang an dem kleinen Mädchen. Monikas jüngerer Bruder, Georg, ist der einzige der zu ihr hält. Doch Georg zerbricht am Schicksal seiner Schwester und nimmt sich das Leben. 1.3.Charakteristik der PersonenMonika: Sie ist die Hauptperson des Buches, ihre Kindheit und ihr Leidensweg wird beschrieben. Schon als Baby wird sie sexuell missbraucht, dadurch erscheint sie mir am Anfang noch sehr zerbrechlich, doch die vielen Rückschläge und die zunehmenden sexuellen Misshandlungen verpassen ihr eine harte Schale und sie lässt alles über sich ergehen. Dies wird ihr schließlich zum Verhängnis und sie fügt sich selbst Schmerzen zu, fängt zu ritzten an, läuft gegen Wände und hat die Magersucht. Der Tod ihres Bruders Georg gibt ihr Kraft und sie wehrt sich zum ersten Mal gegen ihren Vater. Georg: Er ist der Jüngste in der großen B.Familie und der sensibelste von allen. Schon von Anfang an findet er das nicht richtig was sein Vater mit Monika, seiner Schwester macht, darum stellt er immer wieder Fragen und spricht ganz offen mit seiner Schwester über seine Gefühle. Schließlich werden sie Verbündete und suchen gemeinsam einen Ausweg, um aus dem ganzen Schlammassel herauszukommen, dies gelingt ihnen nicht, darum stürzt er sich von einer Brücke, um Monika zu helfen. Boris: Er ist nach Monika geboren und von ihm wird eigentlich am wenigstens berichtet, trotz allem kommt mir vor, dass er nicht genau weiß wo er hin soll, einerseits hat er Mitleid mit Monika, anderseits vergewaltigt er sie genauso, jedoch nur weil er das Stefan seinen größeren Bruder nachmachen will. Er ist der Liebling seiner Mutter, er wird von ihr missbraucht und zu allem genötigt. Stefan: Er wurde als erster geboren und ist der einzige der seinen wirklichen Vater nicht kennt. Schon als er ein Baby war wird er gehasst und nur von seiner Oma geliebt. So entwickelt er gleich einen eigenen Sinn und wird sehr schnell selbstständig. Stefan hat am wenigsten Mitleid mit seiner Schwester, denn schon mit 15Jahren vergreift er sich an seiner kleinen Schwester. Als sein Vater das erfährt wird er gleich aus der Wohnung geschmissen, denn Monika gehört nur ihm alleine. Mutter: Auch sie wurde als junges Mädchen von ihrem Vater sexuell missbraucht und entkam diesem Teufelskreis nie. In Monika sah sie nicht ihr Kind sondern nur die Geliebte ihres Mannes. Mit all dem wurde sie nicht fertig und rächte sich an Monika bitter böse, denn sie verkaufte sie an andere Männer. Vater: Er ist das Oberhaupt der Familie und wenn er etwas sagt wird es getan, ansonsten drohen Schläge und Hiebe. Der Vater ist sehr bemüht um das gute Auftreten der Familie in der Öffentlichkeit, sodass er gar nicht bemerkt, was seine Kinder über ihn denken. Was Gefühle sind weiß er glaube ich zumindest nicht, denn Gefühle hat er nie gezeigt in diesem langen Buch. 1.4. Sprachliche BesonderheitenVon Anfang an war ich wie gefesselt an dieses Buch, vielleicht war es die spannende Schreibweise mit der Ich - Form oder einfach dieses für mich neue Thema, über das ich noch nicht viel wusste. Sofort viel mir auf, dass dieses Buch viele Innere - Monologe und nicht beantwortet Fragen beinhaltet. So merkte ich mir eine dieser Fragen ganz besonders, die Monika am Ende ihrer Mutter stellte: "Kapierst du denn nicht, dass ich meinen Vater als Vater mag, aber nicht deinen Mann als meinen Mann? Man erkennt die indirekten Hilfe Rufe von Monika nur sehr schwer, doch wenn man sie bemerkt hat, sind sie nicht mehr zu übersehen. Noch nie hat mich ein Buch so derart bewegt wie dieses. 1.5. Eigene Meinung zu diesem BuchSchon bei den ersten Seiten erkannte ich, wie ernst dieses Thema ist und wie dramatisch Monikas Leben war. Ihr Familienleben, der sexuelle Missbrauch, ihre Beziehung zu den Menschen und ihre Gefühle wurden genau beschrieben, jedes einzelne Detail war zu erkennen. Vielleicht hat mich genau aus diesem Grund dieses Buch so gerührt und bewegt wie kein anderes je zuvor. Ich konnte mich in Monika hineinfühlen und ihre Gefühle spüren, ich konnte wissen, was sie denkt, es war ein ganz neues Gefühl, so ein Buch zu lesen. Aber ich konnte auch nicht fassen, dass ein Vater seiner eigenen Tochter so etwas Grausames antun kann und dass die Mutter nichts dagegen unternahm, so baute ich zugleich Wut gegen die Mutter auf und Mitleid mit Monika, die ihr Leben lang missbraucht wurde. Selina Birgler |
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