Buchbesprechungen

"Nicht ohne meine Kinder -
Eine Mutter kämpft gegen das Jugendamt"

Auf der Flucht

Karin bei "amazon"

11. August 2006

Der Anfang vom Happy End sollte es sein, als Joumana Gebara ihre Kinder endlich wieder bei sich vereint hatte. Für über ein glückliches Jahr schien es auch so. Bis der Vater des jüngsten Kindes, der sich in diesem Jahr niemals bei seinem Sohn gemeldet, niemals eine Einigung mit der Mutter versucht hatte, sein "gutes Recht" auf Herausgabe des Kindes durchsetzte. Vergeblich flehte und bettelte der kleine Junge, bei seinen Geschwistern und seiner Mama bleiben zu dürfen. Er wollte nicht zu seinem Vater, den er kaum kannte, und noch weniger zu den alten Großeltern, bei denen er von nun an ohne seine Familie aufwachsen sollte. Doch die Bitten und Tränen rührten den Vater nicht. Und obwohl selbst die italienische Staatsanwaltschaft das eigene Urteil als gegen das Kindeswohl bewertete, sollte es durchgesetzt werden.

Das alles ist ein paar Wochen her. Joumana Gebara und ihre Kinder sind seitdem unauffindbar. Nur der kleine Junge hinterließ in seiner krakeligen Kinderschrift einen Zettel: "Papa, ich hasse dich."