Buchbesprechungen

"Nicht ohne meine Kinder -
Eine Mutter kämpft gegen das Jugendamt"

Große Achtung für die Mutter

Leserzuschrift von Marlis

8. Juni 2007

Sehr geehrte Frau JäckelIch habe Ihr spannendes Buch gelesen und mit der Muttermit gefiebert, dass alles gut geht.Große Achtung für Frau Joumana Gebara, das sie sich insolch eine Gefahr begeben musste, um Ihre Familie wiederbei sich zu haben.Man wünscht keiner Mutter, dass sie in solche Konflikte kommt.Doch leider muß auch ich bestätigen, dass Erzieher, mancheMitarbeiter d.Jugendamtes sowie Rechtsanwälte so handeln,wie Sie es in Ihrem Buch schreiben.Ich helfe zu Zeit einer Familie, die in einer ähnlichen Situation ist.Die Mutter ist Analphabetin und ihr wurden nach Ihrer erstenEhe die Kinder weggenommen, Sie hat immer sich bemüht, allesfür Ihre Kinder, vor allem für ihren Sohn, der im Heim lebt, zu tun.Sie hat Ihr Leben geordnet und geheiratet, Ihr Ehemann und Ihr Sohn haben seit Jahren ein super Verhältnis.

Trotzdem wurde der Ehemann vom Heim immer ausgeschlossen, weil er ja lesen konnte und hinter Fehler gekommen ist, die die Erzieher in den Hilfeplänen gemacht haben, um den Sohn im Heim zu behalten und ihren eigenen Arbeitsplatz zu sichern.Die Mutter hat immer alles unterschrieben und wusste manchmal vielleicht nicht, ob das, was die Betreuer ihr über das Schriftstück gesagt hatten, auch tatsächlich so drauf steht.

Man verhinderte, dass der Junge am Wochenende nach Hause kommt und sagte der Mutter, er habe keine Lust und wolle nicht zu ihr.
Das war auch manchmal so, weil man ihm plötzlich nämlich einen Fernseher, Videorekorder und einen CD-Player in sein Zimmer gestellt hatte. Danach sagten ihm die Heimleiterin und die Erzieherin, das er es im Heim ja so schön und viel besser als bei seiner Mutter hat und er doch noch ein paar Jahre bleiben soll. Damit köderte man ihn, um ihn im Heim zu bleiben, denn bei seiner Mutter gibt es das alles nicht so.

So kam es, dass der Aufenthalt des Sohnes im Heim immer wieder verlängert wurde, obwohl er dabei war, seinen Hauptschulabschluss zu machen und die Mutter ihn immer nach Hause haben wollte.

Teilweise wurde ihr angedroht, das Sorgerecht entzogen zu bekommen, obwohl es dafür keinen Grund gibt, weil es nie zu einer Kindesgefährdung kam.

Da die Mutter nicht aufgab und den Jungen trotz dieser Drohungen nicht im Heim lassen wollte, steckte man ihn plötzlich in eine Schule für geistig Behinderte. Dort gehört er aber gar nicht hin. Er hatte nur ein vorübergehendes Lernproblem, weil es im Heim einen Erzieherwechsel gab und der neue Erzieher keine Lust hatte, Schulaufgaben mit ihm zu erledigen. Dadurch sackte er in den Schulleistungen ab.
Prompt wurde er von dem neuen Erzieher, der mit dem Jugendamt unter einer Decke steckt und beste Beziehungen zu der Behinderteneinrichting hat, als geistig behindert erklärt und in diese Einrichtung versetzt. Das Jugendamt stimmte dem einfach zu.

Als die Mutter gegen diese Einweisung protestierte und drohte, sich über das Heim zu beschweren, sagte man ihr, dass sie dazu kein Recht hätte und auch das Jugendamt nicht wechseln dürfte.

Das hat sie jetzt endlich mit meiner Hilfe aber gemacht und gleichzeitig vor Gericht eine Heimumsetzung für den Jungen bis zur Klärung wegen der angeblichen geistigen Behinderung beantragt. Dabei werden ihr nun eine Spitzen-Rechtsanwältin und ein ehemaliger Heimerzieher helfen.Die Rechtsanwältin will mit uns zusammen der Familie helfen, dass der Junge wieder zurück in die seine frühere Schule kommt und in Wohnortnähe der Eltern eine Tagesgruppe besuchen kann, in der er wegen des Hauptschulabschlusses unterstützt werden soll.

Seitdem wird die Mutter, die auch arbeiten geht und jetzt lesen u. schreiben lernt, telefonisch einzuschüchtern versucht. Weil sie noch Analphabetin ist. Und weil man ihr einredet, dass man ihr, wenn sie etwas gegen das Heim unternehmen würde, das Sorgerecht für den Jungen entziehen und sie ihn nie mehr sehen würde.

Früher hat diesen Leuten vom Heim und dem Jugendamt leider immer geglaubt und vertraut. Nur ihr Mann war sehr misstrauisch und bat uns schließlich um Hilfe, da ich ihnen schon länger angeboten hatte zu helfen.

Wir hoffen sehr, dass der Junge wieder nach Hause kann. Er ist inzwischen 15 Jahre alt und will auch selbst aus dem Heim raus und nach Hause. Vielleicht klappt das ja.
Wir, die wir dieser Familie helfen, hoffen das im Interesse der ganzen Familie, die dem Jungen immer sehr viel Geborgenheit und Liebe gegeben und immer gehofft hat, ihn endlich wieder zu bekommen und dabei so gemein belogen und betrogen wurde.

Der wahre Hintergrund für die Einweisung des Jungen in die Behindertenschule war übrigens, dass der normale Heimplatz für ihn nicht mehr länger finanziert wurde. Da das Heim ihn aber wegen des Geldes dringend behalten wollte, musste er halt eben für geistig behindert erklärt und dann auch so eingestuft werden.
Das ging über die Beziehungen des neuen Betreuers zu den Behinderteneinrichtungen ganz einfach. Und die Unwissenheit der Mutter konnte man auch dazu ausnutzen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn die Petitionen bei dem Europäischen Petititionsausschuss im Europarlament in Brüssel wirklich dazu führen würden, dass Jugendämter, Familiengerichte und Rechtsanwälte stärker kontrolliert würden, um den Kindern die eigene Familie zu erhalten. Und wenn man Eltern nicht mehr als lästig abwimmeln dürfte, weil man seinen Arbeitsplatz mit dem Kind sichern will.

Mit freundlichen Grüßen Marlis