Buchbesprechungen

"Nicht ohne meine Kinder -
Eine Mutter kämpft gegen das Jugendamt"

Gebrauchanweisung zum Jugendamt

Leserzuschrift von Dr. Julian Schaarschmidt

6. März 2006

Ich stelle mir vor, ich wäre auf einem Auslandseminar gewesen und meine Kinder wären bei meiner Rückkehr spurlos verschwunden.
Wie würde ich fühlen ? Was würde ich tun?
Ich wäre mir der Hilfe eines Jeden, der Polizei, des Jungendamtes sicher. Denn ich hätte nichts anderes verbrochen, als im Ausland gewesen zu sein.
Es handelt sich um ein Missverständnis, ich würde meine Kinder sofort zurückbekommen, so würde ich zumindest denken.

Dass es gar nicht so ist, musste ich zu meinem Entsetzen erfahren. Im Gegenteil sogar, das eine Kind wurde von den Mitarbeitern des Jugendamts selbst in eine andere Stadt gebracht, damit die Mutter sie es nicht mehr finden konnte. Wer kann eine solche Geschichte glauben?
Was würden meine Freunde von mir halten, wenn ich ihnen eines Abends erzählen würde, meine Kinder sind mir ohne Grund und ohne Vorwarnung wegenommen; so wie ein falsch geparktes Auto eines Tages abgeschleppt und versteckt wird?

Ich bin tief erschüttet.

Den Helfern verdienen Hochtachtung. Sie haben die Erzählungen dieser Mutter nicht angezweifelt. Ich muss zugestehen, ich hätte sie nicht geglaubt, wenn ich das Buch nicht bis zum Ende gelesen hätte. Deshalb haben sie auch im richtigen Moment das Naturrecht eines jeden wohlgesonnen Bürgers, gegen das menschen- und familienzerstörischen Paragraphenrecht der Amtsträgern und hochangesehenen Juristen zum Kindeswohl angewandt. Ohne sie hätte diese Geschichte sicherlich keine gute Wende genommen.

Wer das Buch gelesen hat, sollte es an einer Familie mit Kindern weiterreichen. Es könnte zum Retter des unbeschwerten Lebens für diese Kinder eines Tages werden. Joumana Gebara hat allen eine Lektion von Mutterliebe erteilt.