Buchbesprechungen

"Nicht ohne meine Kinder -
Eine Mutter kämpft gegen das Jugendamt"

Vor dieser vorbildlichen Mutter, die ohne Rücksicht auf ihre Gesundheit und ihre Grenzen gekämpft hat wie eine Löwin, kann man nur den Hut ziehen.

Leserzuschrift von Heidi H.

15. September 2006

Liebe Frau Dr. Jäckel,

wenngleich wir längere Zeit nichts voneinander gehört haben, so hoffe ich doch, dass Sie sich noch an mich erinnern.

Ich war heute einmal auf Ihrer Internet-Seite und habe dort die "Fortsetzung" des Schicksals der Familie Gebara gelesen.

Beim Lesen musste ich sofort unwillkürlich daran denken, was Frau Gebara im Frühjahr mit Blick aus ihrem Fenster auf die Umgebung von Bozen sinngemäß gesagt hatte: "Und dieses herrliche Fleckchen Erde wollte man meinen Kindern vorenthalten!"

Wenn man davon ausgegangen ist, dass die Familie nun endlich eine "Heimat" in Bozen gefunden hatte, so war das ein fataler Irrtum, und es ist nunmehr fast unglaublich, dass sich dieses im höchsten Maße menschenverachtende Verhalten in einer scheinbar unendlichen Geschichte fortsetzt - natürlich wie immer "zum Wohle des Kindes".

Ich hatte gehofft, dass diese tapfere und unerschrocken um ihre Kinder kämpfende Mutter nun endlich Ruhe gefunden hat, eine Ruhe, die sie braucht, für sich und ihre Kinder. Stattdessen geht diese furchtbare Geschichte weiter, und sie zehrt nun auch noch körperlich an den Kräften dieser starken Frau!

Der Kampf über eine so lange Zeit hat Spuren hinterlassen, und und vor dieser vorbildlichen Mutter, die ohne Rücksicht auf ihre Gesundheit und ihre Grenzen gekämpft hat wie eine Löwin, kann man nur den Hut ziehen.

Ich habe die "Fortschreibung" mit Interesse, aber auch mit Entsetzen gelesen und hoffe, dass diese Familie zusammen mit dem Südtiroler Lebensgefährten, im Libanon endlich zur Ruhe kommt, dort Wurzeln schlagen kann und im Laufe der Zeit auch ein Heimatgefühl für dieses Land empfindet. Ich wünsche es dieser Familie und vor allem dieser unerschrockenen, tapferen Frau Gebara von ganzem Herzen !

Alles Gute und herzliche Grüße

Ihre Heidi H.