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Vom Ostereier Schenken |
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Zeichen, Bilder und Sprache sind die wichtigsten Hilfsmittel des Menschen, einander etwas mitzuteilen und zu verstehen. Eines dieser Zeichen ist überall auf der Welt das Ei. Und zwar ist es das Zeichen des Lebens. Wenn man ein Ei betrachtet, sieht man nur die äußere harte Schale. Es scheint tot zu sein wie ein Tischtennisball. Legt man es jedoch in die Wärme der Mutterhenne oder eines Brutkastens, regt sich plötzlich das Leben in der Schale. Ein Küken zerbricht das tote Äußere. Es klettert heraus. Es lebt. Die Schale, das weiß man nun, war nicht das Ende, nicht der Tod. Sie war vielmehr der Schutzschild des Lebens, das hinter der Eierschale immer lebendig war und auf sein Erwachen wartete. Frühere Völker wie die alten Griechen, Ägypter und Römer legten ihren Toten Eier in das Grab. Damit drückten sie aus, daß irgendwann ein neues Leben anfangen werde und der Tod nur ein langer Schlaf sei. Auch die Germanen und Kelten verehrten das Ei. Sie erkannten darin ein Sinnbild der aus dem Winterschlaf erwachenden Natur. Als sich der christliche Glaube ausbreitete, erhielt das Ei eine neue Bedeutung. Jetzt sah man es als Zeichen für die Auferstehung des Gottessohnes an. Wie die Frühlingssonne aus der Winternacht, wie das Küken aus der Eierschale, so stieg Jesus aus dem Grab und zerbrach die Macht des Todes. Um an das Leiden des Kreuzestodes zu erinnern, färbte man Ostereier besonders oft rot. Schenkte man einander ein solches Ei, so drückte man damit den Wunsch aus : "Freue dich! Christus ist auferstanden!" Leider haben die meisten Menschen vergessen, warum man einander ausgerechnet farbige Eier zu Ostern schenkt. Wie wäre es also, wenn du es ihnen wieder erzählst? |
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