Buchbesprechungen

"Deutschland frißt seine Kinder-
Familien heute: Ausgebeutet - ausgebrannt"

Weniger ist manchmal mehr

Karin Jäckels Antwort vom 10. September 2004

Heraushalten im absoluten Sinne kann und darf sich der Staat nie, weil die Keimzelle als Ursprung des Staates die Familie ist und jede Familie ein Staat in sich. Erziehungsgeld zu fordern, um die Leistungen von Eltern für den Fortbestand des Staates zu ermöglichen, ist konsequente, beidseitig fördernde und fordernde Wechselbeziehung. Als solches eine quasi natale Selbstverständlichkeit. Deren Erfolg ist immer eine Frage von Quantität und Qualität.

Derzeit nehme ich die Quantität der Einmischung der staatlichen Amtsträgerinnen und Amtsträger als hemmungslosen Fremdregulierungstourismus wahr. Diesen Mangel thematisiere ich mit der Forderung von weniger gleich mehr.

Ein Erziehungsgehalt wäre meiner Meinung nach mehr Qualität der Einmischung in Form von Hilfe zur Selbstregulierung. Dies würde automatisch zu weniger Quantität der Fremdregulierung führen. Das fände ich gut.

Karin Jäckel