Mathieu Carriere
an die Zeitschrift "Konkret"

Als persönliche "Erwiderung" auf den Klaue-Artikel "Men's Health", welcher "nicht nur mich, sondern eine internationale gesellschaftspolitische Bewegung herabwürdigt, verfälscht, sabotiert und behindert."
(Zitat M.Carriere)

"Ist die Frau der natürliche Feind des Menschen"?

13. 2. 2004

Es gibt in Deutschland mehr als 4 Millionen Trennungskinder. Jedes Jahr kommen etwa 200 000 dazu. Von diesen Kindern, mal vom Trennungstrauma abgesehen, haben 50 % ein Jahr nachdem die Eltern, ganz gleich aus welchen Gründen, auseinandergegangen sind, keinen Kontakt mehr zum ausgegrenzten Elternteil. 65 % aller Beziehungen gehen auf Initiative der Frau auseinander. 88 % der Ausgrenzer sind Frauen.

In unserer Verfassung steht klar und deutlich, daß der Gesetzgeber schnellstens "uneheliche" Kinder den "ehelichen" gleichstellen muß. Es hat 50 Jahre gedauert, bis es mit der Kindschaftsrechtreform von 1998 (scheinbar) dazu kam. Nach wie vor hat die "Mutter" aber ein Vetorecht beim Antrag auf gemeinsames Sorgerecht.

Die "Mutter" genießt ja auch laut Verfassung den "Schutz der Sozialgemeinschaft". Nicht etwa das Kind. Geschweige denn der Vater.

Hier noch ein paar Zahlen, zur Orientierung:

In keinem Land der Welt gibt es so viele Familienrichter wie bei uns: über 1600.

70 % aller Jugendamtsmitarbeiter sind alleinerziehende Mütter.

Pro Monat bringen sich 6 Kinder um, weil sie ihren Vater nicht (so oft) sehen dürfen wie die Mutter.

Von 100 ermordeten Kindern wurden 6 vom Vater umgebracht, 56 jedoch von der Mutter.

Deutschland ist bereits 7 Mal vom europäischen Gerichtshof in Straßburg wegen Menschenrechtsverletzung im Bereich Kindschaftsrecht verurteilt worden. 600 weitere Urteile stehen aus.

Über 10 000 "legale" Kindesentführungen nach und aus Deutschland durch deutsche Mütter, die ja laut Verfassung unter Artenschutz stehen.

Mindestens 100 000 Euro netto muß ein ausgegrenzter Elternteil ausgeben, bis er in Straßburg seine und die Menschenrechte seines Kindes einklagen kann.

Die Lösung ist so einfach. Nur 10 Schritte und der Rubikon zur Gleichberechtigung wäre überschritten:

  1. Alle deutschen Vorbehalte gegenüber der UN Kinderrechtskonvention streichen.
  2. Die Gesetze der UN-Konvention zu lex posteriori in Deutschland machen.
  3. Das hervorragende französische Modell übernehmen.
  4. Den "Cochemer Weg" in ganz Deutschland praktizieren.
  5. Durch eine Verfassungsergänzung auch Kinder schützen, oder aber den Mutterschutz streichen.
  6. Das Wechselmodell (gleichberechtigter Umgang auch und gerade nach Konflikttrennung) zum Standard der Rechtssprechung machen.
  7. Umgangsvereitelung bestrafen. Beugehaft, Zwangsmediation.
  8. Den Mißbrauch des "Kindeswohl"-Jokers ersetzen durch das richterliche Entscheidungskriterium "Bindungstoleranz".
  9. Die Begriffe "Vater" und "Mutter" umgehend durch "Eltern" ersetzen.
  10. Mandatorische Weiterbildung für Richter, damit endlich auch die Rechtspfleger begreifen, daß die Erde rund ist.

In keinem anderen Bereich der Humanwissenschaften gibt es so viel Konsens hinsichtlich der Interpretation aller Forschungsergebnisse wie in "unserem": Soziologen, Entwicklungspsychologen, Psychiater, Konfliktforscher, etc. etc. sind sich einig, daß Gleichberechtigung, die ja nicht teilbar ist, wie auch "Konkret" weiß, der überwältigenden Mehrheit nicht nur der betroffenen Kinder hilft, autonomer, kreativer, bindungsfähiger zu werden, als ihre bedauernswerten Kollegen, die in die Elternentbehrung getrieben werden.

Sogar das Immunsystem von Kindern, die gleichwertigen Kontakt zu beiden Elternteilen haben, ist stärker (sie infizieren sich seltener und sie leben länger), als das der anderen.

"Wer die alleinige Sorge anstrebt und einen Elternteil ausgrenzt, mißbraucht sein Kind. Von den verheerenden Folgen für den ausgegrenzten Elternteil ganz zu schweigen".

Mit freundlichen Grüßen,

Mathieu Carrière

PS: ich bin weder "begeisterter Weiberfeind", noch "Väterholocaust"-Schreier. Ich bin nur eins von 20 Millionen Familienterroropfern, und als solches erlaube ich mir, gegen diesen Terror zu kämpfen, für unsere Kinder.