Verdrehte Welt
Wenn es draußen friert und schneit, schmeiße ich den Ofen ins Feuer. Bald wird es mollig kalt. Vor Hitze halte ich es nicht mehr aus und ziehe mir zehn Pullover über. Gleich danach schütte ich meinen Eimer ins Putzwasser und kehre den Besen mit meinem Zimmer. Es sieht ja so sauber bei mir aus, daß ich mich genieren muß, wenn niemand zu Besuch kommt. Endlich sind die Wände gebohnert und der Fußboden verschmiert. Erleichtert ergreife ich mein Kissen und schüttle das Bett, denn ungemacht schläft es sich darin am besten. In diesem Moment höre ich ein Gewimmer und stürme zur Haustür hinein. Hat doch die Postfrau meinen Hund gebissen und gezwickt und meine Briefe zu sich nach Hause geschickt! Wie ich den braven Waldi noch tröste und verbinde, frißt eine Maus meine Katze. Da habe ich endgültig genug. Als Betthupferl schlage ich mir Speck an drei Eier und lege den Herd in die Pfanne. Dann schmeiße ich mein Bett an mich hin und falle hinein. Mein Hund heult derweil „Muh! Muh!" zur Sonne hinauf.
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