11 Punkte-Programm zur Stabilisierung der Familie und mehr Kindern in Deutschland

27. November 2006

Punkt 1:

De facto geht es um ausgegrenzte Elternteile, Mütter und Väter, Geschwister und Großeltern sowie das Recht des Kindes auf ein Leben mit diesen beiden Elternteilen und ihren anderen Familieangehörigen - komme, was da wolle.

Punkt 2:

Das Recht des Kindes muss gegenüber dem Recht der Erwachsenen besonderen Schutz genießen. Und zwar nicht nur als Lippenbekenntnis, weil das "doch ganz selbstverständlich" ist, sondern per Grundgesetz.

Punkt 3:

Es müssen die bereits bestehenden gesetzlichen Maßnahmenkataloge gegen die Schädigung des Rechts des Kindes tatsächlich zur Anwendung gebracht, anstatt im Interesse eines oder beider Elternteile hintangesetzt werden.

Dies betrifft auch das Umgangsrecht des Kindes.
In der aktuellen Rechtsprechung ist es möglich,

  1. dass beispielsweise in einem Gerichtsbeschluss das Umgangsrecht des Kindes mit seinem außerhalb der Familienwohnung lebenden Elternteil geregelt wird, der mit dem Kind in der Familienwohnung lebende Elternteil diesen Beschluss aber straflos negieren oder boykottieren, verbieten und verhindern kann.
  2. dass der mit dem Kind in der Familienwohnung lebende Elternteil das Umgangsrecht des Kindes mit dem außerhalb der Familienwohnung lebenden Elternteil allein auf Verdacht einer möglichen Kindesentziehung oder möglichen Gewaltanwendung oder anderen möglichen Kindeswohlschädigung verbieten und verhindern kann, ohne dass derartige Verdachtsmomente jemals rechtstatsächlich begründbar gewesen wären.
    Es wird in diesen Fällen das persönliche Interesse des mit dem Kind in der Familienwohnung lebenden Elternteils gefördert und geschützt, obwohl dadurch nicht nur das Kind in seinem Umgangsrecht und seinem Kindeswohl geschädigt, sondern auch der solcherart verdächtigte Elternteil durch den Entzug des Umgangsrechts in seinem Elternrecht und seinem psychischen Wohl als Mutter oder Vater sowie an seinem guten Ruf und gesellschaftlichen Ansehen geschädigt.
    Eine derartige Schädigung von Kindeswohl und Elternrecht kann auch dann nicht hingenommen werden, wenn die schädigende Person die bisher durch Artikel 6 (4) des Grundgesetzes besonders geschützte Mutter ist.

Punkt 4:

Deutschland muss endlich seine Vorbehalte gegen die komplette Umsetzung der längst unterschriebenen UN-Menschenrechtskonvention für Kinder aufheben - welche dieses Recht aller Kinder auf beide Eltern festschreibt und Basis der entsprechende Gesetzesänderungen in Frankreich, Italien usw. ist.

Punkt 5:

Deutschland muss endlich eine rechtsverbindliche Definition des Begriffs "Kindeswohl" erbringen und sowohl in eigene Kinderrechte (s.o.) als auch in das bestehende Familien/Elternrecht einbinden.
Eine solche Definition kann nicht nur deshalb verweigert werden, weil niemand alle Details erfassen könne, die zur vollkommenen Definition möglich wären. Wissenschaftliche Erkenntnisse über grundsätzlich im körperlichen, geistigen und seelischen Interesse des Kindes liegende Erfordernisse an Eltern, Elternhaus, Erziehung und Gesundheit sind schon jetzt in reichem Maße durch entsprechende Studien vorhanden.

Punkt 6:

Deutschland muss endlich die bisherige Praxis in u.a. Jugendamt und Familiengerichtsbarkeit, Eltern allein unter dem Aspekt ihres Versagen zu überprüfen, abstellen und gesetzlich verbieten.

Punkt 7:

Elternentzug bzw. Kindesentzug muss die ultima ratio sein und darf, ja, muss erst Anwendung finden, wenn nachweisliche Kindesschädigungen oder nachweislich berechtigte Verdachtsmomente für eine mögliche Schädigung des Kindes im Elternhaus vorliegen und alle anderen möglichen Hilfsangebote, die der soziale Apparat zu bieten hat. Wirkungslos geblieben sind.

Es kann nicht sein, - wie bisher möglich -

  1. dass das Jugendamt das Kindeswohl durch körperliche Gewalt, seelische Grausamkeit, Elternentzug und Umgangsverbot schädigen darf und kann, indem es derartige Straftaten gegenüber Kindern und Jugendlichen ohne richterlichen Beschluss straflos anwenden kann und darf, um Kinder/Jugendliche ihren Eltern zu entziehen und sie in Pflegefamilien oder Kinderheime zu verbringen, wo sie ohne jede Kontaktmöglichkeit zu ihrer eigenen Familie auf unbestimmte Zeit verbleiben müssen.
  2. dass unbescholtene, polizeilich gut beleumundete Eltern nicht darüber informiert werden, dass das Jugendamt einen Verdacht wegen irgendeiner Form der Kindeswohlschädigung gegen sie geschöpft hat und deshalb einen Kindesentzug plant.
  3. dass das Jugendamt sich ohne richterlichen Beschluss und ohne vorherige Ankündigung und Ausschöpfung aller anderen möglichen Hilfsmaßnahmen zum Wohle des Kindes überfallartig mit Hilfe der Polizei Zutritt in das Haus der ahnungslosen Eltern verschaffen, sich dort der ahnungslosen Kinder bemächtigt und diese an einen unbekannten Ort verschleppt.
  4. dass das Jugendamt sich ohne richterlichen Beschluss und ohne vorherige Ankündigung und Ausschöpfung aller anderen möglichen Hilfsmaßnahmen zum Wohle des Kindes Zutritt zu anderweitig untergebrachten Kindern verschaffen und diese von dort mitnehmen und an einen den Eltern unbekannten Ort verschleppen kann.
  5. dass das Jugendamt das Gesetz gegen erzieherische Gewalt und seelische Grausamkeit straflos missachten kann, indem es Kinder gegen deren Widerstand aus dem Elternhaus und Familienverbund reißt und dabei auch Gewalt anwendet (z.B. einem 12jährigen Handschellen anlegt).
  6. dass das Jugendamt den unbescholtenen, polizeilich gut beleumundeten Eltern den Aufenthaltsort ihrer Kinder monatelang ebenso straflos verweigern kann wie jedes Umgangsrecht, das selbst in Haft sitzenden Verbrechern gewährt wird.

Punkt 8:

Aus den genannten Gründen (Punkt 1-6) muss Deutschland endlich eigene Kinderrechte im Grundgesetz etablieren.
Die bisherige Integration von Kinderrechten ins Elternrecht bzw. die Abhängigkeit des Kindesrechts vom Elternrecht macht Kinder zu beliebig verteilbaren Besitztümern ihrer Eltern und trägt dazu bei, dass Worthülsen wie "Kindeswohl" zur Grundlage rechtlicher Entscheidungen werden, ohne dass eine rechtsverbindliche Definition dessen vorgegeben wäre, was denn "Kindeswohl" ist.

Punkt 9:

Deutschland muss den Artikel 6 (4) des Grundgesetzes

  1. aus Gründen der Gleichstellung beider Geschlechter und des Gleichstellungsgesetzes.
  2. aus Gründen der Gleichwertigkeit beider Elternteile zum Kindeswohl durch gleichwertige Elternarbeit.
  3. aus Gründen der Gleichwertigkeit von elterlichem Barunterhalt und elterlicher Betreuungsarbeit zum Kindesunterhalt.
  4. aus Gründen des Antidiskriminierungsgesetzes, welches die bisherige Fassung von Artikel 6 durch die ausschließlich der Mutter gewährte Förderung/Schutz der Gesellschaft besteht, als Benachteiligung wegen des Geschlechts verbietet.
  5. aus Gründen der schon heute großen Anzahl allein erziehender Väter.
    Deren Anzahl ist für die Zukunft noch weit größer zu erwarten, wenn die bereits nachgewiesene Besserbildung junger Frauen im Vergleich zu jungen Männern wirtschaftlich noch umfänglicher greift als aktuell.
    Wie von anerkannten Trendforschern (z.B. Mathias Horx) bereits seit langem vorhergesagt, werden die schlechter ausgebildeten Männer zunehmend in die Rolle des nicht oder gering erwerbstätigen Hausmannes schlüpfen.
    Damit werden sie im Trennungs/Scheidungsfall - wie bisher die nicht oder gering erwerbstätigen Mütter - als Hauptbezugsperson gemeinsamer Kinder anzusehen sein und als Barunterhaltsberechtigte gegenüber der erwerbstätigen Mutter mit den Kindern leben, während die Mutter ein Besuchs- und Umgangsrecht erhält.
  • nach den Erkenntnissen der Gender-Forschung erneuern,
  • die bisherige geschlechtsabhängige Förderung nur eines Elternteils, nämlich der Mutter abstellen
  • und gegen die dem Gleichheits- und Gleichstellungsgrundsatz entsprechende Förderung beider Elternteile in Unabhängigkeit des Geschlechts austauschen.

Punkt 10:

Eine zentrale Kontrollbehörde für die Institution des Jugendamts muss etabliert werden. Bisher agiert das Jugendamt im quasi rechtsleeren Raum, weil jeweils die im Jugendamt Beklagten und deren unmittelbare, zum Schutz ihrer Mitarbeiter angehaltene regionale Vorgesetzte eingehende Klagen bearbeiten müssen und folglich zumeist abwehren.

Punkt 11:

Deutschland muss Jugendamtsmitarbeiter/innen und Familienrichter/innen besser ausbilden und regelmäßig weiterbilden, um sowohl feministische, als auch provinzielle und andere die objektiv notwendigen Entscheidungen prägenden persönlichen Vorurteile und fachlichen Unfähigkeiten der Entscheidungsträger/innen auszuschließen.
Aktuell arbeitet die Institution Jugendamt vorrangig feministisch, weil - dem bisherigen Grundgesetz Artikel 6 (4) folgend - besonders Mütter unter den Schutz der Allgemeinheit stellend und deshalb Väter benachteiligend.
Das Jugendamt arbeitet zudem - wie bereits Margot von Rennesse, die "Mutter des neuen Kindschaftsrechts" in der Presse beklagte, - bestürzend oft provinziell und ausländerfeindlich bzw. trifft Entscheidungen über den Verbleib etwa eines bi-nationalen Kindes häufig unter dem Aspekt, dass Deutschland grundsätzlich besser zum Kindeswohl geeignet sei als das Ursprungsland des ausländischen Elternteils.
Aktuell wird die Familie durch das Jugendamt grundsätzlich bzw. ganz überwiegend unter dem Aspekt des Versagens geprüft.

Gestützt von der politischen Zielsetzung, immer mehr Fremdbetreuungsplätze zu schaffen, um beiden Elternteilen die Teilnahme am Erwerbsleben zu ermöglichen bzw. aufzudrängen, führt diese einseitige Prüfung zu Vorurteilen gegen das leibliche Elternhaus und einer klaren Bevorzugung der "industriellen Familie" nach dem Vorbild Friedrich Engels und ähnlicher kommunistischer Maximen.
Die Aushöhlung der Familiengesetzgebung durch die seit den 68ern systematisch betriebene Zerstörung traditioneller Familien durch die Politik und den politisch angestachelten Geschlechterkampf hat Eltern und Kinder in nie da gewesenem Ausmaß verunsichert und nicht nur zu Massenscheidungen, sondern auch zu Massenarmut und Massenkinderverwahrlosung geführt.

Grundsätzlich:

Der Kampf deutscher Eltern um ihre Kinder

Deutsche Eltern kämpfen seit Jahren gegen den behördlich betriebenen Kinderklau und die Verbringung ihrer Kinder in Pflegefamilien und Kinderheime. Seit einer deshalb einberufenen Tagung in Bad Boll (1996) hat sich der Name "Kinderklaubehörde" für die Institution Jugendamt öffentlich eingebürgert.
Wie viele in Deutschland lebende Eltern sich - zumeist vergeblich - gegen den ihren Kindern und ihnen selbst durch das Jugendamt angetanen Kindesentzug/Elternentzug zur Wehr setzen, zeigt eine ständig wachsende Flut von Internetpräsenzen, die mit Hilfe von Suchmaschinen aufgerufen werden können.

Der Kampf ausländischer Eltern um ihre deutsch-bi-nationalen Kinder

Seit etwa dem Jahr 2000 wächst die Bekämpfung des Jugendamts auch aus dem Ausland. Anlass sind Kindesentzug und Umgangsverbot gegenüber ausländischen Elternteilen, deren bi-nationale Kinder durch den deutschen Elternteil nach Deutschland ohne Einverständnis des ausländischen Elternteils mitgenommen wurden und seitdem keinen Kontakt mehr zu ihrem ausländischen Elternteil und ihrer im Ausland lebenden Großfamilie haben dürfen.

Durch die hinter derartigen Jugendamtsentscheidungen, die familiengerichtlich mitgetragen werden, verborgenen feministischen und/oder provinziellen Vorurteile, wird im Ausland der Verdacht hervorgerufen, es handele sich bei dem in Deutschland betriebenen "Kinderklau" um ein Wiederaufleben der Nazi-Lebensborn-Methode.

Dieser Verdacht wird u.a. deshalb immer massiver, weil es im Ausland ganz überwiegend keine mit ähnlich großer Macht ausgestattete Jugendbehörde wie die deutsche Institution Jugendamt gibt und daher das Grundwissen für die Arbeitsweise des deutschen Jugendamts fehlt.
Hinzu kommt, dass deutsche Geschichte (nicht nur) für Geschichtslehrer im Ausland untrennbar an das Naziregime gebunden ist. Auch in Deutschland nimmt die (oft unqualifizierte) Bearbeitung der Nazi-Zeit im Geschichtsunterricht mindestens sechs Unterrichtsjahre ein.
In einem solchen unqualifizierten Geschichtsunterricht sehe ich übrigens einen der Gründe für den wachsenden Zulauf der Neo-Nazi- Jugend.

Forschungsergebnisse weisen nach, dass viele US-Amerikaner glauben, Hitler lebe heute noch und dass die aktuell in den USA existierenden Neo-Nazis eng mit der auch in Deutschland unter den Neo-Nazis etablierten Satanistenszene zusammenarbeiten.
Ebenso ist bekannt, dass die italienische Wirtschaft Gebrauchsartikel mit Hitler-Symbolik vertreibt und auch englische Schüler über Deutschland nicht viel mehr als Goethe und Hitler kennen.

Die im Ausland entstandene Hypothese vom Jugendamt als neuer "Lebensborn-Verein" in Deutschland

Vor diesem Hintergrund historischen Halbwissens schrieb z.B. Maureen Dabbagh (s. http://www.maureendabbagh.com/CV.html) ihre im Internet abrufbare und im Ausland viel beachtete Abhandlung über "Lebensborn", die ganz entscheidend zu der unter ausgegrenzten Eltern verbreiteten Irrlehre beitrug, dass deutscher "Kinderklau von heute" derselben Nazi-Motivation wie damals folge.
Maureen Dabbagh ist nachweislich keine studierte oder anderweitig sehr gut gebildete Frau, obzwar sie inzwischen mit Hilfe einer Agentur und eines Außenlektorats zwei Bücher ( über ihre Kindheit als Tochter eines Indianerhäuptlings und über ihre Erfahrungen als ausgegrenzte Mutter mehrerer Kinder und weitere Texte) veröffentlicht hat und in den USA als Gutachterin in Kidnappingfällen fungiert.
Als ich 2001 in Washington D.C. mit ihr über ihren "Lebensborn"-Artikel sprach, erklärte sie: "Es tut mir leid, ihn veröffentlicht zu haben, weil ich den Text nur aus dem Internet zusammengeschrieben habe und eigentlich nicht wirklich viel darüber weiß. Das hat viel böses Blut gegen Deutschland bei den Eltern erzeugt, deren Kinder nach Deutschland gekidnapped wurden. Heute würde ich das so nicht mehr schreiben."

Wenngleich der politische Hintergrund des in Deutschland grassierenden Kindesentzugs bzw. "Kinderklaus" meines Erachtens nichts mit einem Wiederaufleben des Nazi-Lebensborn-Gedankens zu tun hat, kann man sich ( ich mich) der Argumentation nicht völlig verschließen. Tatsächlich ist das aktuelle behördliche Verbringen oder gar Verschleppen von Kindern fort aus ihren leiblichen Familien hin in die "industrielle Familie" durchaus vergleichbar mit dem Kindesraub im Zeichen der Lebensborn-Ideologie.

Der wahre Grund: Ideologischer Frauengeschlechterkampf auf der Basis von Mütterglorifizierung und Väterfeindlichkeit

Dennoch ist der damit verknüpfte Neo-Nazi-Gedanke eines "Viertes-Reich-Deutschlands" der falsche Ansatz, weil damit nur Symptome, nicht aber die Krankheit an sich bekämpft wird. Und diese Krankheit ist, - ich wiederhole mich, - die politisch wirksame Friedrich-Engels / Simon de Beauvoir-Vision von der Entlastung der Frau durch Ablegung des angeblich wertlosen, weil unentgeltlichen Familienjochs mitsamt den Kindern und Aufnahme der angeblich zur Selbstverwirklichung und Selbständigkeit unverzichtbaren bezahlten Erwerbsarbeit für die ansonsten angeblich vom Mann unterdrückte und jeglicher "Transzendenz" beraubte und durch Familienarbeit unterjochte Frau.

Nicht umsonst sagt die aktuelle deutsche Familienpolitik, dass "Frauenförderung der Entzug von Männerprivilegien ist" ( siehe auch Männertagung in Helsinki 2006) und dass der Begriff "Mutter" eine Diskriminierung der Frau darstelle und durch "Eine Frau in Zeiten der Kindererziehung" ersetzt werden müsse (siehe Weltfrauenkonferenz Peking).
Wie folgenschwer sich die Ideologie der "industriellen Familie" auf die Gesellschaft auswirkt, hat vor einiger Zeit selbst Gorbatschow beklagt und darin einen der wichtigsten Gründe für Russlands desolate Lage gesehen."

Mein Aufruf

Lasst uns den Geschlechterkampf beenden.

Die Frauenrechtsbewegung war notwendig. Ihre Erfolge sind unbestritten. Auch ich habe mich auf meine Weise in diese Bewegung integriert und sie mitgetragen.
Es liegt mir deshalb fern, die Zeit zurück drehen und zu einer Rückkehr an den Herd aufrufen zu wollen.

Es ist jedoch absurd, wenn, - wie im Oktober 2006 in einem meiner Gespräche mit der Leiterin eines Mütterzentrums, - allen Ernstes behauptet wird, Frauen schafften ein Kind allein aus dem eigenen Mutterfleisch und -blut. Väter hätten daran nur den Wert einer "Tröpfcheninfektion", die jede Frau beliebig empfangen oder sich selbst aus der Samenbank beschaffen und übertragen könne und seien einzig dazu da, Mutter und Kind das Nest zu richten.
Deshalb müssten Väter, sobald Mutter und/oder Kind dies wollten, sich sofort aus dem Leben der Mutter-Kind-Familie zurückziehen und sie aus der Ferne, doch zuverlässig unterstützen. Nicht die Einheit Mutter-Kind-Vater stelle die Geburtszelle des Staates, sondern allein die Einheit Mutter-Kind, die deshalb auch weiterhin allein unter dem besonderen Schutz des Staates stehen und gefördert werden müsse.

Diese Auffassung stammt meines Erachtens aus Steinzeit-Zeiten, als die Menschen glaubten, Frauen zauberten sich ein Kind, wenn sie in den Wald gingen, und Mütter darum als Göttinnen verehrten.

Tatsache ist:
Frauen und Mütter brauchen - zumindest in der westlichen Welt - keine "Frauenvorkämpferinnen" und "Frauenrechtsstreiter" mehr.

Frauen sind stark.
Wir planen unser Leben selbst und treffen unsere eigenen Entscheidungen.
Wir übernehmen Verantwortung und handeln selbstbestimmt.
Ob wir uns für eine Erwerbsarbeit oder dagegen, für oder gegen Kinder, für Kinder und Erwerbsarbeit oder Kinder ohne Erwerbsarbeit entscheiden, - es ist unsere eigene Sache. Wir Frauen stellen etwa die Hälfte der Bevölkerung und ohne uns stirbt Deutschland ebenso aus wie ohne Männer.
Wir sind also in jeder Weise gleichberechtigt.
Und wir wissen es.

Aber gemeinsam sind wir stärker.

Also lasst uns einander respektieren und achten.
Lasst uns die Kräfte bündeln und gemeinsam daran arbeiten, dass wir unser Leben in den Griff bekommen und die Gesellschaft mittragen, in der wir leben.
Lasst uns einander schätzen und ergänzen, damit Kinder wieder wissen, wer Mutter und Vater und Geschwister sind, anstatt in Samenbanken oder der Nachbarschaft nach den eigenen Wurzeln suchen zu müssen und sich in ihre eigenen unbekannten Halbgeschwister zu verlieben.
Lasst uns zusammen dafür sorgen, dass Kinder wieder in heilen Familien aufwachsen, in denen die Eltern miteinander an einem Strang ziehen, auch wenn sie einander als Paar nicht mehr begehren und lieben.

Und wer nun denkt, das lese sich wie das "Wort zum Sonntag" einer ewig Gestrigen, dem sei der Gedanke unbenommen. Ich persönliche liebe das "Wort" nicht nur zum Sonntag und wenn "von gestern" zu sein, identisch ist mit dem, was ich mir für die Gegenwart und Zukunft meiner Familie und aller Kinder wünsche, so bin ich gern von gestern.